Droht der Chef einem Arbeitnehmer mit der Kündigung, falls er einen Aufhebungsvertrag nicht unterschreibt, liegt bereits ein Fall für dessen Rechtsschutzversicherung vor. Der Versicherer muss die außergerichtlichen Kosten eines Anwalts übernehmen, der den Arbeitnehmer bei den Verhandlungen mit der Firma – zum Beispiel über den Aufhebungsvertrag – unterstützt (Bundesgerichtshof, Az. IV ZR 305/07).

Rechtsschutzversicherte müssen nun nicht mehr warten, bis ihnen die Kündigung schriftlich zugeht. Hat der Arbeitgeber ihnen mündlich ernsthaft eine Kündigung angedroht, sollten sie schnellstens einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zurate ziehen.

Wichtig: Ist dem Mitarbeiter nur ein Aufhebungsvertrag ohne Kündigungsandrohung angeboten worden, liegt noch kein Versicherungsfall vor.

Dieser Artikel ist hilfreich. 171 Nutzer finden das hilfreich.