Rechtsschutz Meldung

Hörsaal voll? Für Klagen zu kurz gekommener Bewerber gibt es Rechtsschutz.

Rechtsschutzversicherer müssen zahlen, wenn der Versicherte bei der Studienplatzvergabe zu kurz gekommen ist und per Klage an die Universität will (OLG Celle, Az. 8 U 179/06).

Ein Sohn, der über seine Eltern rechtsschutzversichert war, hatte sich an 14 Unis im Fach Medizin beworben. Er wurde überall abgelehnt und verklagte die Unis mit der Behauptung, sie hätten weniger Plätze ausgeschrieben, als zur Verfügung stünden. Der Versicherer wollte nicht zahlen. Die Klagen seien aussichtslos und damit mutwillig. Selbst bei Erfolg nehme der Sohn nur an einer Lotterie um weitere Plätze teil.

Da aber immer einige zusätzliche Studienplätze freigegeben werden und der Sohn bei den Verlosungen Glück haben könnte, verurteilte das Gericht den Versicherer zur Übernahme der Kosten von über 10 000 Euro. Bis zu einer Grenze von zehn Klagen sei ein Prozess-Rundumschlag nicht mutwillig.

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