Rechts­rat Meldung

Seit August zahlen Mandanten mehr, wenn sie die Hilfe eines Anwalts oder Notars in Anspruch nehmen. Auch die Gerichts­kosten steigen. Besonders groß ist der Gebühren­aufschlag bei Streitig­keiten um kleine Summen. Wehrt sich ein Mieter gegen eine Betriebs­kosten­nach­zahlung in Höhe von 600 Euro und kommt es zum Prozess, zahlt er für seinen Anwalt 348 Euro statt bisher 206 Euro. Muss er auch den gegnerischen Anwalt und das Gericht bezahlen, weil er den Prozess verliert, kostet ihn der Rechts­streit nun etwa 768 statt bisher 469 Euro. Lassen sich Eheleute scheiden, die beide recht gut verdienen (Streit­wert 20 000 Euro), zahlt jeder für die gericht­liche Vertretung durch einen Rechts­anwalt plus Gerichts­kosten nun 2 580 Euro. Vorher waren es nur 2 230 Euro. Ein weiteres Beispiel: Kostet eine Immobilie 300 000 Euro, hat ein Käufer nun rund 3 240 Euro für die Arbeit des Notars und den Eintrag ins Grund­buch zu bezahlen. Das sind 540 Euro oder 20 Prozent mehr als bisher.

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