Ab Juli 2008 wird es juristische Leistungen auch von Nichtjuristen geben. Dann können beispielsweise Architekten ihre Kunden auch zu rechtlichen Fragen des Bauprojekts beraten und Kfz-Meister dürfen neben der Reparatur nach einem Unfall auch den Papierkram mit der gegnerischen Versicherung erledigen.

Der umfassende Rechtsrat bleibt aber weiterhin Anwälten oder in manchen Fällen Verbraucherzentralen oder Mietervereinen vorbehalten. Und vor Gericht darf auch weiterhin stets nur ein zugelassener Anwalt helfen.

Tipp: Häufig wird der Rechtsrat vom Nichtjuristen bei Kleinigkeiten vernünftig sein. Trotzdem sollten Sie nachfragen, woher der Laien-Ratgeber sein Wissen hat und ob er für den Rat auch haftet wie der Anwalt, der eine Haftpflichtversicherung haben muss. Im Fall der Schadensabwicklung nach einem Unfall etwa haben Geschädigte meist mehr Ansprüche, als sie denken. Infrage kommen etwa Schmerzensgeld, Ersatz von Haushaltsführungsschäden oder Verdienstausfall. Weiß das auch der Kfz-Meister?

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