Die Prüforganisation Dekra muss im Streit um ihre Gütesiegel für Anwälte erneut eine Schlappe hinnehmen. Sie bietet Kurse und Prüfungen für Anwälte an, nach denen sich die Juristen als „Dekra-zertifizierter Anwalt“ präsentieren können. Doch das Landgericht Köln hat die Werbung für das aktuelle Kursprogramm per einstweiliger Verfügung gestoppt (Az. 31 O 607/09).

Bereits vor einem Jahr war die Dekra mit dem Versuch gescheitert, ihr Siegel in der Anwaltschaft zu etablieren. Damals warb das Unternehmen damit, dass das Siegel eine „solide Alternative zur Fachanwaltschaft“ darstelle. Auch das ließen Gerichte nicht durchgehen.

Das klassische „Gütesiegel“ der Anwälte ist bislang der Fachanwaltstitel. Für so einen Titel müssen Anwälte sehr viel mehr Schulungen besuchen und Erfahrungen in einem bestimmten Fachgebiet nachweisen, als die Dekra für ihr Prüf­siegel verlangt.

Tipp: Fachanwaltstitel gibt es in 20 ­Fachgebieten. Wofür diese Spezialisten besonders ausgebildet sind, lesen Sie unter www.test.de/fachanwalt.

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