Selbst zahlreiche Bagatell­mängel machen aus einem Neuwagen noch nicht unbe­dingt ein sogenanntes Montags­auto (Bundes­gerichts­hof, Az. VIII ZR 140/12). Ein Montags­auto fällt durch mehrere Produktions­fehler auf. Der Käufer kann bei so einem Wagen sofort vom Vertrag zurück­treten und muss sich nicht damit zufrieden­geben, dass der Verkäufer die Mängel repariert. Im zu entscheidenden Fall hatte der Kläger ein Wohn­mobil erworben, das er mehr­mals für Garan­tie­arbeiten in die Werk­statt des Verkäufers brachte. Er rügte weit mehr als 20 Bagatell­mängel – von Flecken in der Spüle bis zur losen Stoß­stange. Schließ­lich wollte er wegen weiterer Mängel vom Kauf zurück­treten. Der Bundes­gerichts­hof wider­sprach: Ein Neufahr­zeug sei nur ein Montags­auto, wenn der Käufer annehmen muss, dass der Wagen insgesamt mangelhaft sei und auch in Zukunft nicht frei von herstellungs­bedingten Mängeln sein wird.

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