Die Zwischen­bilanz nach einem halben Jahr ist zwiespältig: Nach eigenen Angaben hat Google in der EU bisher nur rund 40 Prozent aller Lösch­anträge statt­gegeben. Einem Urteil des Europäischen Gerichts­hofs zufolge haben Verbraucher seit Mai 2014 das „Recht auf Vergessenwerden“ bei Such­maschinen wie Google und Co. Such­maschinen sind seither verpflichtet, in ihren Sucher­gebnissen auf Antrag Links auszublenden, die die Persönlich­keits­rechte der Betroffenen verletzen. Europaweit gingen bei Google bis Anfang November rund 160 000 Anträge auf Löschung von Sucher­gebnissen ein, davon etwa 27 000 aus Deutsch­land. Die Lösch­quote unterscheidet sich in der EU erheblich. In Deutsch­land wird im Schnitt etwa jeder zweite Lösch­antrag positiv beschieden. In Groß­britannien ist etwa jeder dritte Antrag erfolg­reich, in Italien weniger als jeder vierte. Google stellt auf seiner Website Formulare für Lösch­anträge bereit.

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