Was auf Google.de nicht zu finden ist, weil ein Bürger die Löschung eines Links durch­gesetzt hat (siehe Meldung Recht auf Vergessen: Googles Kriterien unklar), kann auf der US-Version Google.com durch­aus vertreten sein. Google wendet das seit 2014 geltende Recht auf Vergessenwerden nur auf seinen europäischen Seiten an. Es drohten sonst massive Einschränkungen des Internets, so der Konzern. EU-Bürger können verlangen, dass Google Links verbirgt, wenn die verlinkten Seiten falsche oder veraltete Behauptungen über sie verbreiten. Knapp 300 000 Anträge sind bei Google bisher einge­gangen, davon rund 50 000 aus Deutsch­land. In etwa jedem zweiten Fall hat Google der Löschung zuge­stimmt. Das Unternehmen kann aber nur den Link entfernen, nicht die Seite selbst. Wer die Webadresse kennt, kann sie aufrufen. Oft sind die Seiten auch über andere Such­maschinen zu finden. Selbst Google.de zeigt manch vermeintlich gelöschten Link an, falls der Suchende den Titel des Beitrags kennt.

Tipp: Mehr zum Thema bietet unser Test Daten löschen im Internet. Zum Thema Daten­sammeln empfehlen wir unser ausführ­liches Special „Mein Konto“ bei Google: Was weiß der Internetriese über mich?

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