Recht Entschädigung für geplatzte Kreuz­fahrt

Recht - Entschädigung für geplatzte Kreuz­fahrt
Fällt die Reise aus, zahlt der Veranstalter. © mauritius images / Luis Castaneda

Bei einer ausgefallenen Reise muss der Veranstalter den Reise­preis erstatten, daneben aber nicht auch noch eine Entschädigung in voller Höhe dieses Preises zahlen. So entschied der Bundes­gerichts­hof im Fall einer geplatzten Kreuz­fahrt (Az. X ZR 94/17). Die Richter sahen eine Entschädigung für „nutzlos aufgewendete Urlaubs­tage“ in Höhe von knapp drei Viertel des Reise­preises als angemessen an. In dem Fall hatte ein Ehepaar für November 2015 eine zweiwöchige Kreuz­fahrt in der Karibik für knapp 5 000 Euro gebucht. Drei Tage vor Reise­beginn erfuhren sie, dass es auf dem Schiff für sie keine Buchung gab. Darauf­hin fuhren sie spontan mit einem Mietwagen durch Florida, wobei ihnen knapp 900 Euro Mehr­kosten entstanden. Die Richter urteilten, dass Urlauber bei einer vereitelten Reise auch eine angemessene Entschädigung verlangen könnten. Bei dem Anspruch gehe es jedoch nicht um eine „zweite Rück­erstattung“ des Preises.

Mehr zum Thema

  • Corona – Reise, Buchung, Storno Das sind Ihre Rechte

    - Für Reisen im In- und Ausland gelten wegen der Pandemie weiterhin Sonder­regeln. Hier finden Sie alle wichtigen Infos rund um Einreise und Stornobedingungen.

  • Umfrage Reisen und Corona Es hapert bei der Erstattung geleisteter Zahlungen

    - Der Reisesommer 2020 lief für viele Reisende anders als geplant – aufgrund von coronabe­dingten Ausfällen, Absagen oder Umbuchungen. Eine aktuelle Umfrage der Stiftung...

  • Flug­gast­rechte Der Weg zur Entschädigung

    - Bis zu 600 Euro müssen Air­lines bei Verspätung, Flug­ausfall oder Über­buchung zahlen. Hier lesen Sie, was Ihnen zusteht – und wie Sie Ihre Rechte als Fluggast durchsetzen.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.