Die wichtigsten Neuregelungen

Teurer Verzug

Bauherren geraten jetzt ohne Mahnung automatisch 30 Tage nach dem Eingang der Rechnung in Verzug. Dann wird die Rechnung teuer. Der Unternehmer darf den Basiszinssatz der europäischen Zentralbank plus weitere 5 Prozentpunkte auf die Rechnung schlagen. Damit liegt der Verzugszinssatz derzeit bei fast 8 Prozent.

Gesetzliche Abschlagszahlungen

Für fertige Bauabschnitte und Materialkosten dürfen die Firmen jetzt Abschlagszahlungen verlangen, auch wenn dies vertraglich nicht vereinbart wurde. Einzelheiten dazu wird das Bundesjustizministerium demnächst mit einer Verordnung regeln.

Neue Abnahmeregelung

Hat das Werk kleinere Mängel, können Häuslebauer nicht mehr wie bisher große Teile des Werklohns zurückbehalten, indem sie die Abnahme verweigern. Setzt die Baufirma jetzt eine Frist zur Abnahme und verstreicht diese ergebnislos, dann wird so getan, als ob die Abnahme erfolgt sei. Die Bausumme wird trotz der kleineren Mängel fällig.

Dreifacher Druckzuschlag

Allerdings kann der Bauherr bei kleineren Mängeln die Rechnung kürzen. So darf er dreimal so viel Lohn einbehalten, wie die Mängelbeseitigung kosten würde.

Verbindliches Gutachten

Ist der Unternehmer der Ansicht, dass keine Mängel mehr vorliegen, kann er schneller an sein Geld kommen, indem er einen unabhängigen Gutachter beauftragt. Dieser prüft, ob das Haus vertragsgemäß errichtet wurde. Ist dies der Fall, erstellt der Gutachter die Fertigstellungsbescheinigung, der Hausherr muss zahlen ­ auch ohne Abnahme.

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