37 Rauchmelder im Test Test

Ein Rauchmelder kann Leben retten. Mit lautem Alarm verhindert er, dass ein Brand unbe­merkt bleibt und Bewohner im Schlaf ersti­cken. Voraus­gesetzt, er hängt an der richtigen Stelle und funk­tioniert optimal. Die Auswahl an guten Rauchwarnmeldern mit Lang­zeitbatterien ist groß. Unsere Tests zeigen: Es muss nicht immer ein Stan­dard­modell sein. Auch Minigeräte, Funk­rauchmelder oder Smart-Home-Geräte warnen im Brandfall verläss­lich. Zwei Kandidaten fallen durch (Preise: 18,90 bis 94 Euro).

Rauchmelder­pflicht erfüllen – gute Geräte gibt’s in allen Kategorien

In Neubauten müssen Rauchmelder schon bundes­weit wachen. Für Altbauten läuft in wenigen Ländern noch eine Über­gangs­frist. Unsere Karte zeigt, wo die Rauchmelderpflicht gilt. Ob auf die Rauchmelder mit Lithium-Lang­zeitbatterien von Abus, Ei Electronics & Co Verlass ist, prüft die Stiftung Warentest regel­mäßig: Etliche gute Stan­dard- und funk­vernetzte Melder aus unseren letzten beiden Tests (2016) sind noch erhältlich – laut Anbieter tech­nisch unver­ändert, darum führen wir sie auch in unserer Test­tabelle auf. Im aktuellen Test haben wir uns neben weiteren Stan­dard­modellen auch dezente Minigeräte mit Durch­messern von unter 7,2 Zenti­metern, Smart-Home-Modelle sowie einen Funk­melder mit Fernbedienung vorgeknöpft. Ein Mini-Melder sowie zwei Smart-Home-Geräte sind verläss­liche Alternativen zu Stan­dard­modellen.

Das bietet der Test Rauchmelder

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt neben Bewertungen zu 17 aktuell getesteten Rauchwarnmeldern mit Lithium­batterien auch Ergeb­nisse für 20 Geräte aus den beiden Vorgängertests (2016), die laut Anbieter immer noch unver­ändert erhältlich sind. Einzelne Modelle haben wir stich­proben­artig ein weiteres Mal geprüft. Untersucht haben wir neben „Stand-Alone“-Geräten auch vernetz­bare Funk- und Smart-Home-Rauchmelder.

Was gute Rauchwarnmelder kosten. Zuver­lässige Geräte sind oft günstig zu haben. Wir sagen, wie viel Sie für die besten Rauchmelder ausgeben müssen.

Tipps. Die Experten der Stiftung Warentest geben Empfehlungen für Sicherheit und Wartung der Geräte und erklären, wo Sie Rauchmelder anbringen sollten, wie sie zu montieren sind und was bei einem Rauchmelder mit Magnethalterung zu beachten ist.

Heft-Artikel als PDF. Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie neben dem aktuellen Artikel aus test 1/2018 auch den Vorgängertest aus test 1/2016 im PDF-Layout (mit Zusatz­infos aus test 3/2016 zum Rauchmelder Hekatron Genius Plus).

Deutlich kleiner, aber genauso gut – ein Mini hält mit

Klassische Rauchmelder schlagen bei einem Brand Alarm, ohne das Signal an andere Melder im Haus weiterzugeben. Sie heißen deshalb auch „Stand-Alone“-Melder. Insgesamt elf Stan­dard­modelle sind gut. Gleich mehrere teilen sich den ersten Platz, der güns­tigste davon kostet 22 Euro pro Gerät. Mit 7 Zenti­meter Durch­messer deutlich kleiner, aber keinen Deut schlechter ist ein Mini-Rauchmelder. Andere Kleine melden Brände zwar zuver­lässig, schneiden wegen der fummeligen Hand­habung aber nur befriedigend ab.

Video: Rauchmelder im Test

Gut und günstig geht

Rauchmelder, auf die Verlass ist, sind bereits für knapp 20 Euro erhältlich. Umge­rechnet auf eine – für Rauchmelder mit Lithium­batterie typische – zehnjäh­rige Nutzungs­dauer sind dies nur knapp 2 Euro pro Jahr.

Warum wir nur Melder mit Lang­zeitbatterien testen

Wir nehmen uns in unseren Tests nur Rauchmelder vor, die von Lithium-Lang­zeitbatterien versorgt werden und in der Regel zehn Jahre halten. Die meist billigeren Rauchmelder mit austausch­baren Alkalibatterien berück­sichtigen wir in unserer Test­auswahl nicht. Testleiter Hans-Peter Brix erklärt warum: „Auf solche Rauchmelder sollten Verbraucher verzichten. Da die Batterien häufig gewechselt werden müssen, ist die Ersparnis klein. Sie steht in keinem Verhältnis zum Aufwand fürs Wechseln der 9-Volt-Batterien sowie zum Unfall­risiko beim Leiterklettern.“ Ist ein Rauchmelder mit Lithium­batterie älter als 10 Jahre, sollte er ausgetauscht werden.

Die Funk­rauchmelder aus dem Vorgängertest sind besser

Über Funk sind manche Rauchmelder vernetz­bar. Das ist besonders in größeren Wohnungen oder Häusern von Vorteil: Erkennt ein Gerät Rauch, schlagen alle Alarm. Bewohner bemerken die Gefahr – egal, in welchem Raum sie sich aufhalten. Doch der einzige Funk­melder im aktuellen Test fällt durch. Er schlug bei dichtem Rauch gar nicht oder viel zu spät an. Schneller reagierten die drei guten Funk­melder aus den Vorgängertests – sie gibt’s ab 65 Euro.

Tipp: Warnen Rauchmelder recht­zeitig, sollten Sie zunächst den Notruf 112 wählen und können dann versuchen, den Brand im Anfangs­stadium selbst zu löschen. In unserem Special Feuer löschen erklären wir, welche Lösch­geräte bei kleinen Bränden in der Wohnung helfen. Unter die Lupe genommen haben wir verschiedene Löscher, Sprays sowie Lösch­decken – nicht alle Produkte können wir empfehlen.

Smarte Brandmelder im Test

Wir haben unsere User gefragt: Wofür würden Sie Smart-Home-Produkte nutzen? Ein wichtiges Kriterium ist laut unserer test.de-Umfrage die Erwartung, früh­zeitig vor Gefahren wie einem Brand gewarnt zu werden. Intelligente Rauchmelder leisten diesen Dienst. Über eine Smart-Home-Zentrale sind diese Melder mit anderen Geräten verbunden, zum Beispiel mit einer intelligenten Beleuchtung oder den Smartphones der Bewohner. Im Brandfall schaltet sich so etwa auto­matisch das Licht an. Sind die Bewohner unterwegs, schlägt das Smartphone Alarm. Um sich aber mit dem Smartphone oder anderen intelligenten Geräten im Haushalt zu vernetzen, sind die Melder auf die Smart-Home-Zentrale des jeweiligen Anbieters angewiesen. Die kann bis zu 160 Euro kosten. Sinn­voll sind solche Modelle deshalb vor allem für all diejenigen, bei denen bereits ein Smart-Home-System installiert ist – oder für Menschen, die viel unterwegs sind und im Ernst­fall alarmiert werden wollen.

Magenta, Innogy, Devolo und Home­matic IP – einer fällt durch

Im Test treten die smarten Melder von Devolo, Magenta SmartHome von der Deutschen Telekom, Innogy sowie Home­matic IP von eQ-3 gegen­einander an. Einer von ihnen warnt verläss­lich und punktet mit einer daten­spar­samen App. Ein anderer smarter fällt im Test durch.

Tipp: Die Stärken und Schwächen von acht Einsteiger-Systemen fasst unser Test Smart Home zusammen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 19. Dezember 2017 gepostet wurden, beziehen sich auf die Vorgänger­unter­suchung aus test 1/2016.

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Test37 Rauchmelder im Test19.12.2017
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