Rauchmelder: Feuerprobe bestanden

Wenn Menschen bei einem Brand ums Leben kommen, dann meist deshalb, weil sie das Feuer nicht bemerken und im Schlaf ersti­cken. Den besten Schutz davor bieten Rauch­melder. Wichtigste Aufgabe dieser potenziellen Lebens­retter: Krach machen, wenn Gefahr droht. 16 Geräte waren im Test. Nur jedes zweite erzielte ein gutes test-Qualitäts­urteil. Ein Melder erwies sich sogar als zu leise und bekam ein Mangelhaft.

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TestRauchmeldertest 01/2013
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Testsieger mit Lang­zeitbatterie

Rauchmelder mit Lang­zeitbatterie schnitten im Test am besten ab. In ihnen steckt eine Lithium­zelle, die normaler­weise genügend Kapazität besitzt, um den Melder für zehn Jahre mit Strom zu versorgen. Danach haben die Geräte ohnehin ausgedient und müssen ersetzt werden. Empfehlens­wert sind diese lang­lebigen Melder vor allem für diejenigen, die möglichst selten auf die Leiter klettern wollen, um Batterien zu ersetzen. Die Tester über­prüften insgesamt 9 dieser hoch­wertigen Melder. 5 davon schnitten gut ab. Je zweimal lauteten die Urteile befriedigend oder ausreichend. Kritik­punkte waren unter anderem Batterien mit relativ geringer Kapazität und mangelnde Robustheit beim Fall­test.

Beim Preis­vergleich Batteriewechsel einkalkulieren

Die guten Rauchmelder mit Lang­zeitbatterie im Test sind für 27 und 35 Euro erhältlich. Billiger beim Kauf sind Rauchmelder mit einfachen Alkalinebatterien. Aus dieser Gruppe waren 5 Melder im Test – zweimal lautete die Note gut, dreimal befriedigend. Die Preise der Guten liegen bei 10 und 13 Euro. Dazu kommen dann im Lauf der Zeit aber die Kosten für Batteriewechsel. Weiterer Nachteil: Das Signal, das – oft nerv­tötend und zur falschen Zeit – auf eine demnächst leere Batterie hinweist, ertönt bei den Meldern mit Alkalinebatterie etwas häufiger.

Die große Lösung: Funk­vernetz­bare Rauchmelder

Rauchmelder sind in der Wohnung vor allem dort „ein Muss“, wo sie schlafende Personen vor dem Ersti­ckungs­tod schützen. Am wichtigsten sind sie in Schlaf- und Kinder­zimmern sowie in Fluren. So können sie auch den Fluchtweg sichern, der bei einem Brand zum Telefon und zur Wohnungs­tür führen würde. Je größer das Haus und je mehr Zwischentüren das Alarm­signal dämpfen, desto sinn­voller sind Funk­melder. Deren Prinzip: Registriert ein Melder verdächtigen Rauch, funkt er dies an die anderen Melder und alle alarmieren gemein­sam. Im Praxis­test konnte selbst eine Stahlbeton­decke die Kommunikation nicht blockieren. Ein exemplarisch geprüftes Funk­melder­system erzielte die Note „gut“. Ein anderes mussten die Tester allerdings auf „mangelhaft“ abwerten, weil die Laut­stärke der Alarm­töne nicht den Anforderungen der Norm entsprach.

Vieler­orts bereits Pflicht

Viele Landes­bau­ordnungen fordern Rauchmelder – im offiziellen Sprach­gebrauch Rauchwarnmelder – in Wohnungen – in der Regel in Schlaf- und Kinder­zimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen: Vorreiter sind Saar­land, Rhein­land-Pfalz, Hessen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Meck­lenburg-Vorpommern, Nieder­sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neu ist die Pflicht in Bayern. Fürs Nach­rüsten gelten zum Teil noch Über­gangs­fristen: Rauchmelder: In vielen Bundesländern Einbaupflicht.

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