Rauchmelder Fireangel ST-630 Der Feuerengel piept zu früh

Rauchmelder Fireangel ST-630 - Der Feuerengel piept zu früh
© Stiftung Warentest

Eigentlich soll die Batterie des Rauchmelders Fireangel ST-630 zehn Jahre lang halten. Doch tatsäch­lich ertönt der Signalton, der vor einer fast leeren Batterie warnen soll, gelegentlich schon viel früher. Kunden hatten sich bereits 2017 beschwert und test.de hatte beim Anbieter nachgefragt. Der hatte einge­räumt, dass es Probleme gibt und betroffene Rauchmelder ausgetauscht würden. test.de erreichen allerdings weiterhin Beschwerden. Betroffenen Kunden hilft möglicher­weise das europäische Verbraucherzentrum.

Piepton alle 40 Sekunden, 30 Tage lang

Beim Fireangel ST-630 kann es zu einem früh­zeitigen Batteriewechsel-Signal kommen: Alle 40 Sekunden ertönt dann ein Piepton. Diese Störmeldung erklingt dann mindestens 30 Tage lang – sofern der Rauchmelder nicht demontiert wird.

Eine Hotline ist einge­richtet

Die betroffenen Produkte werden gemäß den Garan­tiebestimmungen ausgetauscht. Kunden können dafür die kostenlose Hotline-Nummer 0 800/33 05 103 wählen. Außerdem hat Fireangel eine neue E-Mail Adresse: Betroffene können an technik@fireangeltech.com schreiben. Laut Garan­tiebestimmung muss der Kunde über einen Kauf­nach­weis verfügen.

[Update 28.04.2021]: Die Kommunikation bei Reklamationen läuft über die Hotline, Mail­adresse oder Website des Herstel­lers Fireangel (siehe unter Update vom 15. Februar). Die früher zuständige Firma EPS Vertriebs GmbH ist damit nicht mehr befasst. [Ende Update]

[Update 15.06.2020] Die Firma EPS Vertriebs GmbH teilt mit, dass sich Kunden nach Ablauf der gesetzlichen Gewähr­leistungs­pflicht an die Kunden­dienst-Website des Herstel­lers Fireangel wenden sollen. [Ende Update]

[Update 15.02.2021] Die Web-Adresse hat sich 2021 geändert, sie lautet nun https://fireangel.de.com/technical-support. Fireangel nennt folgende Angaben, die Kunden dort machen sollen:

  • Komplette Adresse mit Kontakt­daten
  •  Komplette Anzahl Ihrer Geräte im Haushalt
  •  Den Grund Ihrer Reklamation
  • Installations- bzw. Kauf­datum
  •  Das Modell und die Batch­nummern aller defekten Geräte (auch Foto von der Rück­seite möglich)
  •  Die Batch Nummer des Rauchmelders finden Sie unter dem Strichcode/Barcode
  •  Falls Sie Melder mit W2 Funk­module haben, müssen Sie die Module Batch-Nr. auch angeben, so dass wir beide Geräte austauschen können.
    [Ende Update]

So können Betroffene vorgehen

Auch wenn Ihr Kassenzettel verloren gegangen sein sollte: Schreiben Sie trotzdem eine E-Mail und verweisen Sie auf das deklarierte Halt­barkeits­datum. Liegt bei einem Marken­produkt eindeutig ein Produktions­fehler vor, sollte der Anbieter kulant reagieren.

Viele gute Rauchmelder im Test

Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Rauchmelder. Dabei schneiden zahlreiche Modelle gut ab. Unsere Prüfer kontrollieren dabei übrigens auch die Batterie­kapazität der Testmodelle. Auch beim untersuchten Fireangel-Prüf­muster gab es keinen Anlass für Bean­standungen. Die Mess­werte ließen die Angaben zur Halt­barkeit als plausibel erscheinen. Dies spricht für die Aussage des Anbieters, dass nur ein Teil der produzierten Melder ein Batterie­problem aufweist.

Vorteile für Melder mit Lang­zeitbatterien

Grund­sätzlich sind Rauchwarnmelder mit einge­bauter Lithium-Lang­zeitbatterie die erste Wahl. Im Handel gibt es zwar auch billigere Melder mit einfachen Alkali­zellen. Doch wer solche Modelle kauft, spart an der falschen Stelle. Für die Wechselbatterien fallen Folge­kosten an. Und: Jeder Batterie­austausch erfordert lästiges Leiterklettern. Unangenehm ist auch, dass die Billigprodukte bevor­zugt nachts anlass­los zu piepsen beginnen, weil die Batterie dann oft etwas abkühlt und schwächelt. Anders bei guten Rauchmeldern mit Langzeitbatterie: Hier sollten die Nutzer zehn Jahre lang vor solchem Aufwand und Ärger verschont bleiben.

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Diese Meldung ist erst­mals am 20. Februar 2017 auf test.de erschienen. Wir haben sie seitdem mehr­fach aktualisiert, zuletzt am 15. Februar 2021.

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