Raucherentwöhnungsmittel Belastet die Psyche

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Das Antirauchermittel Champix ist wegen unerwünschter Wirkungen unter Verdacht geraten.

Überprüfung: Patienten, die das neue Raucherentwöhnungsmittel Champix einnehmen, sollen unter depressiven Verstimmungen, aggressivem Verhalten und Veränderungen der Stimmung leiden. Solchen Berichten geht jetzt die US-Arzneimittelbehörde FDA nach. Die Verhaltensauffälligkeiten traten während des Nikotinentzugs auf. Zudem litten Patienten unter Benommenheit. Inwieweit der Wirkstoff Vareniclin daran beteiligt ist, ist laut FDA unklar. Bei der Raucherentwöhnung kann es auch ohne Arzneimittel zur Verschlechterung psychiatrischer Grunderkrankungen und von depressiven Verstimmungen kommen.

Konsequenzen: Ärzten wird geraten, bei Patienten, die Champix einnehmen, auf Stimmungs- und Verhaltensauffälligkeiten zu achten. Aufhörwillige sollten ihren Arzt aufsuchen, wenn sie bei sich unter Champix Auffälligkeiten beobachten, bis zur Klärung der Zusammenhänge nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Datenlage: Symptome wie Reizbarkeit und Schlafstörungen bei Therapieabbruch ließen bereits in der klinischen Prüfung vermuten, dass Champix körperliche Abhängigkeit verursachen kann. Bluthochdruck, Durchblutungs-, Herzrhythmusstörungen als mögliche Folgen gebieten größte Vorsicht bei am Herzen Vorgeschädigten. Bisher fehlen Daten zur Langzeitverträglichkeit. Champix gilt allenfalls als Reservemittel, wenn eine andere Therapie nicht durchge­führt werden kann.

Kosten: Für vier Wochen Champix-Therapie müssen aufhörwillige Raucher rund 100 Euro zahlen – das verschreibungspflichtige Präparat ist als Lifestyle-Mittel nicht erstattungsfähig.

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