Um rauchende Mütter von der Zigarette zu entwöhnen, sind Mutter-Kind-Kuren zu kurz. Eine sich an die Kur anschließende Telefonberatung konnte aber in einer Studie die Erfolgsrate deutlich steigern, wenn die Gespräche strukturiert waren. An der in der Deutschen Medi­zinischen Wochenschrift veröffentlicht Studie beteiligten sich mehr als 500 Frauen aus 21 Präventions- und Rehakliniken. Die Mütter wurden dreimal angerufen: direkt nach Ende der Kur, zwei Wochen später, ein letztes Mal nach weiteren drei Wochen. Jedes Telefonat dauerte etwa neun Minuten. Wenn die Beraterinnen schnell zum aktuellen Rauchstatus kamen, Abstinenz lobten, „Ausrutscher“ analysierten und auch versuchten, bei Rückfällen zu einem neuen Aufhörversuch zu motivieren, gab es Erfolge. Viele Frauen empfanden die Gespräche zwar als lästig, doch sechs Monate nach Ende der Kur war mehr als jede dritte tabakabstinent. In einer Kontrollgruppe ohne Telefonberatung schafften das nur wenig mehr als 19 Prozent der Teilnehmerinnen. Die strukturierte Telefonberatung sei somit eine sinnvolle Ergänzung von Tabakentwöhnungskursen in Rehakliniken.

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