Verbraucher im Visier der Schufa

Ratenkredit Meldung

Wer einen Kredit bei der Bank beantragt, hat unweigerlich mit der Schufa zu tun.

Welche Daten speichert die Schufa über Verbraucher?

Ratenkredit Meldung

Jeder Verbraucher kann eine Schufa-Eigenauskunft anfordern (siehe letzte Frage). Sie enthält personenbezogene Daten (1) und Daten, die seine Kreditwürdigkeit betreffen (2) bis (5).
Die Schufa-Partner ­melden zum Beispiel, wenn sich der Verbraucher nach einem Kredit erkundigt (2) oder ein ­Girokonto (3) eröffnet hat. Auch Beziehungen zu Händlern wie ebay (4) oder der Abschluss von Mobilfunkverträgen ­führen zu Einträgen (5).

Jeder Verbraucher kann eine Schufa-Eigenauskunft anfordern (siehe letzte Frage). Sie enthält personenbezogene Daten (1) und Daten, die seine Kreditwürdigkeit betreffen (2) bis (5).
Die Schufa-Partner ­melden zum Beispiel, wenn sich der Verbraucher nach einem Kredit erkundigt (2) oder ein ­Girokonto (3) eröffnet hat. Auch Beziehungen zu Händlern wie ebay (4) oder der Abschluss von Mobilfunkverträgen ­führen zu Einträgen (5).

Sie speichert zum einen personenbezogene Daten wie Namen, Geburtstag und Anschrift. Zum anderen Daten, die für eine Bank wichtig sind, wenn sie zum Beispiel entscheiden muss, ob sie einen Kredit bewilligt. Dazu gehören, ob und wie viele Girokonten und Kreditkarten der Verbraucher hat, ob er bereits einen Kredit aufgenommen hat, ob er eine Bürgschaft abgegeben hat oder ob er in der Vergangenheit einen Kredit nicht regulär zurückgezahlt oder gar Privatinsolvenz angemeldet hat. Nur der Hypothekenkredit muss der Schufa nicht gemeldet werden. Die Schufa hat keine Informationen über das Vermögen, Einkommen, Kaufverhalten oder den Beruf des Verbrauchers.

Ist jeder Verbraucher bei der ­Schufa gemeldet?

Derzeit sind bei der Schufa 362 Millionen Einzelinformationen zu rund 62 Millionen Bürgern gespeichert. Die Vertragsunternehmen müssen alle relevanten Daten melden.

Was ist der Scorewert, den die Banken von der Schufa abrufen?

Der Scorewert gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Kreditverpflichtung – oder eine andere Forderung – nicht erfüllt wird. Er ist eine Momentaufnahme auf der Grundlage einer Vergleichsgruppe von Menschen, die dieselben Merkmale wie der Verbraucher hat, der zum Beispiel den Kredit beantragt.

Es gibt verschiedene Scores, zum Beispiel einen für Banken, einen für Sparkassen und auch einen für Mobilfunkunternehmen. Die verschiedenen Scorewerte spiegeln die unterschiedliche Bewertung der Risiken in den einzelnen Branchen wider. Ist das Risiko nahezu null, beträgt der Score 1 000 Punkte. Je geringer der Scorewert, desto höher ist das Ausfallrisiko. Jeder Score wird mit einer Ratingstufe versehen. Die Stufe A ist die beste, die Stufe M die schlechteste.

In unserem Test verschlechterte sich der Scorewert nach einer Kreditanfrage. Wenn das die Regel ist, würde das Einholen verschiedener Kreditangebote jedes Mal zu einer Verschlechterung der Kreditwürdigkeit führen.

Verbraucher können ihren Scorewert bei der Schufa abfragen. Das kostet eine Grundgebühr von 3 Euro plus 1 Euro je Score (siehe Adressen).

Woher bekommt die Schufa die vielen Daten?

Sie sammelt sie mithilfe ihrer Vertragspartner und aus öffentlichen Verzeichnissen wie dem Schuldnerverzeichnis.

Vertragspartner sind 4 500 Firmen, zum Beispiel Banken, Sparkassen, Versandhändler, Versicherungen, Energieversorger, Kreditkarten- und Leasinggesellschaften sowie Mobilfunkfirmen.

Auch die Firmen profitieren von der Schufa: Wer Daten meldet, darf auch welche abfragen. Es muss jedoch ein berechtigtes Interesse vorliegen, zum Beispiel die Kreditanfrage eines Kunden.

Darf die Schufa Daten speichern, ohne den Verbraucher zu fragen?

Nein. Sie darf die Daten nur speichern, wenn der Verbraucher die Schufa-Klausel unterschrieben hat. Sie entbindet die Bank von der Geheimnispflicht. Allerdings kann es vorkommen, dass der Kunde keinen Kredit oder keinen Handyvertrag bekommt, wenn er sich weigert, die Schufa-Klausel zu unterschreiben.

Welchen Vor- oder Nachteil haben Verbraucher von der Schufa?

Die Schufa-Auskünfte haben den Vorteil, dass eine Bank schnell und kostengünstig ermitteln kann, ob der Verbraucher kreditwürdig ist. Wenn aber die Daten unvollständig sind oder veraltete Daten nicht gelöscht werden, entscheidet eine Bank über die Kreditwürdigkeit womöglich auf falscher Grundlage.

Erfährt der Verbraucher, welche Daten über ihn gespeichert sind?

Nach Paragraf 34 des Bundesdatenschutzgesetzes müssen Unternehmen Verbrauchern offen legen, welche Informationen sie über eine Person gespeichert haben. Die Verbraucher können bei der Schufa eine Eigenauskunft schriftlich oder online anfordern. Bis Ende nächsten Jahres soll es für jeden möglich sein, seine Daten im neuen Onlineportal www.meineschufa.de abzurufen und auszudrucken. Derzeit ist das nur für Verbraucher aus der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis möglich, alle anderen bekommen sie zugeschickt. Die Onlineeinsicht und das Zusenden per Post kosten 7,60 Euro. In einer der 14 Geschäftsstellen können die Daten kostenlos eingesehen werden.

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