Ein Abstand von 300 Meter ist zu groß, um nachts die Geschwindig­keit eines Autos mit einer hinterher fahrenden Streife zu ermitteln. Das entschied das Kammerge­richt Berlin-Tiergarten. Der Tacho des Polizei­wagens hatte im Stadt­verkehr Tempo 130 ange­zeigt. Die Bußgeld­stelle zog 20 Prozent Toleranz ab, sodass Tempo 104 blieb, und verhängte 280 Euro Strafe plus zwei Monate Fahr­verbot. Der Polizei­wagen hätte die Geschwindig­keit nicht mit mehr als 100 Meter Abstand ermitteln dürfen, zumal es dunkel gewesen sei, so das Kammerge­richt. Es hob das Urteil der Vorinstanz auf (Az. 3 Ws (B) 232/17).

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