Rasenpflege: Tipps für den grünen Teppich

Rasen kann schön aussehen. Regelmäßige und sinnvolle Pflege machen aus der Grasfläche einen grünen Teppich. Wer sich an die wenigen Regeln hält und etwas Zeit in seinen Rasen investiert, wird zum erfolgreichen Greenkeeper. Stiftung Warentest gibt wichtige Tipps.

  • Mähen. Schneiden Sie den Rasen möglichst häufig. Der Rasenmäher sollte alle sieben bis zehn Tage zum Einsatz kommen. Und schneiden Sie das Gras nicht zu kurz: Bei den meisten Gebrauchs- und Sportrasen ist die Mindesthöhe 3,5 Zentimeter. Wenn Sie den Rasen zu tief schneiden, bilden sich keine neuen Triebe und Blätter. Diese Vorsicht ist insbesondere dann geboten, wenn Sie nach längerer Abwesenheit den Rasen mähen. Schneiden Sie nicht mehr als die Hälfte der Gesamthöhe des Grases ab.
  • Sprengen. Gießen Sie den Rasen besser einmal pro Woche richtig ausgiebig statt ihn täglich wenig zu befeuchten. Die beste Tageszeit ist abends, da das Wasser nicht sofort wieder verdunstet. Sie können an heißen Tagen problemlos den Rasen mit bis zu 20 Liter Wasser pro Quadratmeter füttern. Die Menge lässt sich auch ohne Regenmesser leicht bestimmen. Stellen Sie drei Kaffeetassen an verschiedenen Stellen auf das Grün. Die zwanzig Liter haben sie vergossen, wenn die Tassen etwa zwei Zentimeter hoch gefüllt sind.
  • Düngen. Gehen Sie sparsam mit Dünger um. Es reicht, wenn Sie den Rasen dreimal im Jahr düngen: am besten März oder April, Mai und August. Zu viel Dünger schadet dem Rasen mehr als er ihm nützt. Zum Beispiel führt hoher Stickstoffgehalt zu starkem Wachstum. Und somit muss der Rasen öfter gemäht werden. Streuen Sie den Natur- oder Kunstdünger gleichmäßig auf trockenen Rasen. Danach sollte der Rasen bewässert werden, damit sich die Nährstoffe besser lösen können. Handelsüblicher Dünger enthält 15 bis 20 Prozent Stickstoff, 3 bis 5 Prozent Phosphor, 8 bis 10 Prozent Kalium sowie Magnesium und Eisen. Der jährliche Stickstoffbedarf ist also mit circa 100 Gramm pro Quadratmeter gedeckt.
  • Vertikutieren. Sie können schon vor dem Vertikutieren etwas gegen Rasenfilz tun: Harken Sie nach dem Mähen die Grasreste zusammen, damit sich keine Schicht aus abgestorbenen Halmen bildet. Ansonsten sollten Sie mindestens einmal im Jahr ihren Rasen vertikutieren - am besten im Frühjahr. Dadurch bekommt er Luft. Dünger und Wasser dringen direkt bis zu den Wurzeln vor. Vorsicht beim Vertikutieren: Die Messer dürfen den Boden leicht berühren, ihn aber nicht aufschlitzen. Das würde die Wurzeln schädigen. Wenn Sie im August oder September noch einmal zusätzlich vertikutieren, dann entfernen Sie dadurch noch flach wachsende Unkräuter wie Ehrenpreis. Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen ramponiert aus. In der Regel kein Problem: Kleine Löcher schließen sich wieder. Große Lücken sollten nachgesät werden.

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