Rasenpflege Meldung

Im Fußballverein ist der Greenkeeper ein wichtiger Mann. Er hegt und pflegt den Stadionrasen, damit die Pässe richtig ankommen. Haus- und Gartenbesitzer interessiert allerdings weniger die Bespielbarkeit des Rasens. Das Aussehen ist entscheidend: Saftig grüner und teppich-dichter Rasen gilt als der Schönste. Doch das kriegen nur Wenige hin. Dabei ist es relativ einfach, wenn sich Hobby-Gärtner an wenige entscheidende Regeln halten.

Regelmäßig zum Frisör

Gartenpflege ist scheinbar einfach: gießen und mähen. Fertig. Doch es sind dabei mehrere Dinge zu beachten. Erstens: die Rasenart. Zierrasenarten mit Straußgrasanteil müssen mindestens ein Zentimeter tiefer gemäht werden als solche, die Wiesenrispe enthalten. Zweitens: die Wassermenge beim Gießen. Sie muss so groß sein, dass auch die Graswurzeln feucht werden. Drittens: die Schnitthöhe. Es ist wichtig, dass der Rasen auf einer gleichbleibenden Höhe steht.

Fortschreitender Halmausfall

Häufiges Ergebnis einer falschen oder fahrlässigen Behandlung: Der Rasen sieht bräunlich oder gelblich aus. Über die gesamte Fläche sind Flecken verteilt, die ausgetrocknet sind und langsam absterben. Zwischen den toten Halmen kommt die Erde zum Vorschein. Dadurch fehlt dem Rasen an diesen Stellen der Schutz, wenn Kinder auf ihm spielen, oder er andere Strapazen erleiden muss. Die kahlen Stellen weiten sich aus. Der gesamte Rasen kann sich nicht mehr erholen.

Trockene Kopfhaut

Rasenwurzeln brauchen ausreichend Wasser. Das bekommen sie im Sommer nicht von der Natur. Der Mensch muss nachhelfen. Rasensprenger eignen sich dabei am besten, weil sie das Wasser in Form kleinster Tropfen über den Rasen verteilen. Diese kommen wegen ihrer geringen Größe schneller bei den Graswurzeln an. Dennnoch dauert der Vorgang eine gewisse Zeit. Ein Regenmesser - schon ab fünf Euro zu haben - gibt genau an, wie viel Wasser zu den Wurzeln vorgedrungen ist.

Verfilzte Halme

Ein Feind des schönen Rasens ist der Rasenfilz. Er kann bis zu mehreren Zentimetern dick werden. Grund für Filzbildung: nach dem Mähen liegen gebliebene Grasreste. Sie verrotten allmählich und verbinden sich zu einer filzigen Schicht. Die Wurzeln können nicht mehr atmen. Dünger und Wasser bleiben darin hängen. Der Rasenfilz speichert die Feuchtigkeit. Wurzeln siedeln sich in dieser Schicht an und verflachen. Für Rasenkrankheiten ist der Rasenfilz eine willkommene Umgebung.

Ab und zu eine Spülung

Viele Rasenböden sind mit Kalium unterversorgt. Normal sind jährlich pro Quadratmeter circa 15 Gramm. Aber auch Nährstoffe wie Stickstoff (20 g), Phosphor (7 g) und Magnesium (3 g) sind wichtig. Sie festigen das Pflanzengewebe und schützen vor Dürreschäden. Nährstoffe sind allerdings nicht alles. Genügend Spurenelemente, vor allen Dingen Eisen, sollten sich auch im Boden befinden. Auch der ph-Wert muss stimmen: Optimal ist zwischen 5,5 und 6,5. „Saurer“ Boden mit zu niedrigem ph-Wert muss gekalkt werden. In den meisten Gärten reichen 50 Milligramm Algenkalk pro Quadratmeter. Bei zu hohen ph-Werten benötigt der Rasen gar keinen Kalk. Die Stiftung Warentest bietet eine Analyse von Gartenböden an. Dadurch ist eine exakte Auskunft über den Zustand des Bodens möglich. Sie enthält weiterhin ausführliche Empfehlungen für eine gezielte Düngung.

Tipps zur Rasenpflege

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