Rapsöl im Test Test

Keines der gängigen Speiseöle liefert so güns­tige Fett­säuren wie Rapsöl. Doch welches Öl eignet sich für den Salat, welches zum Erhitzen in der Pfanne? Die Stiftung Warentest hat 23 Raps­öle getestet, darunter 13 raffinierte und 10 kalt­gepresste. Sieben Produkte haben ein Biosiegel. Im Test sind Marken wie Kunella Fein­kost, Mazola und Thomy. Testfazit: Viele Öle sind gut, aber der Preis allein verrät nicht, wie gut ein Rapsöl ist. Empfehlens­werte gibt es für 99 Cent bis 16 Euro pro Liter.

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TestRapsöl im Test24.10.2018
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Beliebter als Oliven- und Sonnenblumenöl

Die Nummer eins unter den Speise­ölen ist das Rapsöl. Sein Markt­anteil liegt bei 41 Prozent, ergab eine Analyse des Haus­halts­panels der Gesell­schaft für Konsumforschung (GfK). Rund 78 Millionen Liter Rapsöl kauf­ten die Deutschen 2017 – weit mehr als Sonnenblumen- oder Olivenöl. Rapsöl gilt als sehr gesund. Seine einzig­artige Formel lautet: wenig gesättigte Fette, viel Ölsäure, reich an Omega-3-Fett­säuren.

23 Raps­öle im Test: Auf die Qualität ist meist Verlass

Genießt Rapsöl seinen guten Ruf zu Recht? Wir haben 13 raffinierte und 10 kalt­gepresste Raps­öle nach allen Regeln der Kunst geprüft. Wir haben sie verkostet, im Labor nach Schad­stoffen und gentech­nisch veränderten Anteilen gefahndet, ihre Fett­säuren bestimmt – und ihre chemische Qualität untersucht, um heraus­zufinden, ob sie möglicher­weise verfälscht sind. Ergebnis: Auf die Qualität ist meist Verlass. Unabhängig von der Herstellungs­art brillieren alle durch eine ideale Fett­säure­verteilung. Zwölf raffinierte Öle enthalten allerdings sehr geringe bis geringe Mengen an Glycidyl-Estern – Schad­stoffe aus der Raffination, die das Erbgut verändern können. Doch alle Raps­öle im Test halten den neu einge­führten Grenz­wert für Speiseöl ein.

Das bietet der Rapsöl-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für 23 Raps­öle, darunter 13 raffinierte und 10 kalt­gepresste (Preise: 0,99 bis 16 Euro pro Liter). Getestet haben wir Geschmack, Geruch und Mund­gefühl (Sensorik), ernährungs­physiologische und chemische Qualität, Hitze­beständig­keit und Spritz­verhalten. Außerdem haben wir die Öle auf Schad­stoffe untersucht und Verpackung sowie Deklaration bewertet.

Kauf­beratung. Wir sagen, warum Sie zwei dieser Öle zu Hause haben sollten, welches Öl sich für welchen Zweck eignet, wodurch sich ein gutes kalt­gepresstes Öl auszeichnet und ob es sich lohnt, spezielle Raps­öle zur Beikost­zubereitung für Babys zu kaufen.

Tipps und Hintergrund. Wir erklären, warum manche Öle komisch schme­cken oder riechen und woran Sie ein verdorbenes Produkt erkennen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 11/2018.

Kalt­gepresste Raps­öle: Ein teures und ein billiges fallen durch

Raffinierte Raps­öle gehen durch einen stan­dardisierten Herstellungs­prozess – entsprechend ähnlich sind sich die trans­parenten, neutral schme­ckenden Öle. Kalt­gepresste werden ohne Wärmezufuhr hergestellt; sie bewahren ihre Aroma­stoffe, sind honig- bis bern­stein­farben. Ihre Qualität schwankt stärker. Denn läuft bei der Herstellung etwas schief, schlägt sich das im Geschmack nieder. Zwei kalt­gepresste Raps­öle im Test sind ungenieß­bar und darum mangelhaft: Sie riechen und schme­cken stichig-modrig. Betroffen sind ein güns­tiges Öl vom Discounter und ein teures Bio-Öl.

Die Sieger-Öle gibt es ab rund 3 Euro

Die Preis­unterschiede bei Rapsöl sind enorm. Gute und preis­werte raffinierte Produkte bieten vor allem die Handels­ketten – bereits ab 99 Cent pro Liter. Für native Raps­öle, eine Sonderform der kalt­gepressten Öle, sind 8 Euro pro Liter dagegen keine Seltenheit. Die besten Raps­öle im Test sind ab rund 3 Euro pro Liter zu bekommen.

Albaöl und Öl für Baby-Brei besonders teuer

Besonders hoch­preisig: das Albaöl mit Butter­geschmack sowie Raps­öle, die speziell zur „Beikost­zubereitung“ für Babys angeboten werden. Ein Liter des Beikost-Öls von Hipp etwa kostet satte 16 Euro. Dieses und zwei weitere Öle für Baby-Brei haben wir untersucht und ordnen für Eltern ein, ob sich der tiefe Griff in den Geldbeutel lohnt.

Zwei Esslöffel sind eine gesunde Tages­portion

Für Klein und Groß gilt: Fett sollte maßvoll zum Einsatz kommen. Mit 9 Kilokalorien pro Gramm ist es der energiereichste Nähr­stoff. Schlau ist, wer gezielt gute Fette auswählt. Dank seiner güns­tigen Zusammenset­zung zählt Rapsöl dazu (Fünf Fakten: Weshalb Rapsöl zu Recht als ideales Öl gilt). Es hat die Kraft, den Cholesterinspiegel in Schach zu halten, Herz-Kreis­lauf-Problemen vorzubeugen und die Hirn­leistung zu unterstützen. Mit zwei Esslöffeln am Tag kann jeder davon profitieren.

Nutzer­kommentare, die vor dem 24. Oktober gepostet wurden, beziehen sich auf die Vorgänger­unter­suchung aus test 11/2009.

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