Fettsäuren in Rapsöl: Eine ideale Zusammensetzung

Rapsöl Test

Rapsöl hat mit etwa sechs Prozent einen besonders geringen Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind für unseren Körper nicht günstig. Sie erhöhen die Blutfettwerte und fördern Arteriosklerose. Sie verstecken sich vor allem in tierischen Lebensmitteln, in Wurst, Käse, Fertigprodukten.

Optimal: Einfach ungesättigt

Rapsöl Test

Rapsöl enthält etwa 65 Prozent einfach ungesättigte Fettsäuren, fast nur Ölsäure. Wenn Ölsäure gesättigte Fettsäuren in der Nahrung ersetzt, werden zu hohe Cholesterinwerte im Blut gesenkt, vor allem die für die Arterien ungünstige LDL-Fraktion. Die nützliche HDL-Fraktion bleibt hoch und schützt so vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Außerdem wird Ölsäure in die Zellmembranen eingebaut und macht sie weniger anfällig für oxidative Schäden. Es war unter anderem die Ölsäure, die dem Olivenöl den „gesunden Ruf“ eintrug.

Nicht zu viel: Linolsäure

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Linolsäure, stecken reichlich in vielen Pflanzenölen, in Distel-, Soja-, Mais- und Sonnenblumenöl. Linolsäure ist lebenswichtig und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Doch eine extrem li­nolsäurereiche Diät ist heute nicht mehr unbedingt angesagt. Denn Linolsäure senkt nicht nur die LDL-Fraktion, sondern auch die „gute“ HDL-Fraktion. Wegen der Oxidationsanfälligkeit der Linolsäure gibt es auch Hinweise auf ein höheres Krebsrisiko.

Der Clou: Omega-3-Fettsäuren

Favorit bei Ernährungsmedizinern ist Raps-öl vor allem wegen der mehrfach ungesättigten Alpha-Linolensäure, einer Omega-3-Fettsäure. Omega-3-Fettsäuren stecken vor allem in fettem Seefisch wie Makrele, Hering und Lachs, aber auch sehr reichlich in Leinöl und zu einem bedeutenden Prozentsatz in Raps- und Sojaöl. Vorteil Rapsöl: Das Verhältnis von Linolsäure zu Alpha-Linolensäure ist günstig. Der Körper braucht Omega-3-Fettsäuren unter anderem, um Gewebshormone zu bilden. Außerdem beugen diese Allround-Talente in Sachen Gesundheitsschutz in vielfacher Hinsicht Herz-Kreislauf-Leiden vor. Sie wirken zudem entzündungshemmend und sollen Hirnleistung und Stimmung verbessern.

Das richtige Fett

  • Wer auf seine Linie achtet, sollte nur etwa 30 Prozent seiner Kalorienzufuhr aus Fett bestreiten. Bei 2 000 bis 2 400 Kilokalorien täglich sind das etwa 70 bis 90 Gramm Fett. Fast die Hälfte davon sollte nach neuesten Empfehlungen aus Ölsäure bestehen. Bauen Sie also Rapsöl in Ihren Speiseplan ein, aber auch Olivenöl, das zudem mit mediterraner Geschmacksvielfalt aufwartet.
  • Die tägliche Zufuhr von ein bis zwei Gramm Omega-3-Fettsäuren ist ratsam. Vergessen Sie dabei den Fisch nicht. Wichtig: Das Verhältnis von Linol- zu Linolensäure sollte etwa fünf zu eins betragen.
  • Omega-3-Fettsäuren sind gut für die Kindesentwicklung. Experten raten, die Säuglingsnahrung mit Rapsöl anzureichern.

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