Die Fettsäuren im Rapsöl: Von Natur aus ideal

Rapsöl Test

Egal ob raffiniert oder nativ – beim Rapsöl verteilen sich die Fettsäuren von Natur aus ideal. Das verschafft ihm einen Gesundheitsvorsprung vor anderen Speiseölen wie zum Beispiel Oliven- und Sonnenblumenöl.

Wenig gesättigte Fettsäuren: Rapsöl enthält nur 7 Prozent dieser Fettsäuren, aber immerhin keine langkettigen. Diese gelten als besonders nachteilig für den Cholesterinspiegel, weil sie die Konzentration des schlechten LDL-Cholesterins im Blut erhöhen. Langkettige gesättigte Fettsäuren stecken vor allem in Palm- und Kokosfett.

Viel Ölsäure: Rapsöl besteht zu mehr als 60 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren, vorrangig Ölsäure. Sie hilft dem Herz-Kreislauf-System, indem sie die Konzentration an ungünstigem LDL-Cholesterin im Blut senkt. Das klappt aber nur, wenn gesättigte Fettsäuren in der Nahrung durch Ölsäure ausgetauscht werden. Sie wird auch in Zellmembranen eingebaut und schützt so vor Oxidation. Mehr Ölsäure als Rapsöl liefert nur Olivenöl, das aber hat weniger mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Reichlich Alpha-Linolensäure: Der Mensch kann die lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht selber bilden, er muss sie mit der Nahrung aufnehmen. Sie sind also essenziell. Dazu zählen die Omega-3-­Fettsäuren, von denen die Alpha-Linolensäure im Rapsöl besonders reichlich vorkommt. Sie soll die Hirnleistung fördern und die Stimmung heben. Der Körper braucht Omega-3-­Fettsäuren, um Zellmembranen aufzubauen und Hormone zu bilden. Zudem senken sie die Konzentration von ungünstigem LDL-Cholesterin und stärken das Immunsystem. Bei Babys fördern Omega-3-Fettsäuren die Entwicklung von Hirn und Motorik, weshalb Ernährungswissenschaftler ein bis zwei Teelöffel Rapsöl je Beikostmahlzeit empfehlen. Andere Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Leinöl, fetter Seefisch wie zum Beispiel Lachs, Hering, Makrele.

Omega-6-Fettsäuren in Maßen: Die Linolsäure ist die wichtigste dieser mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Rapsöl. Sie ist ebenfalls essenziell und kommt auch in Distel-, Sonnenblumen-, Mais- und Sojaöl vor. Im Übermaß aber senken Omega-6-Fettsäuren neben schlechtem LDL- auch gutes HDL-Cholesterin. Zudem hemmen sie die Wirkung der Omega-3-Fettsäuren. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren soll daher nicht mehr als 5:1 betragen. Rapsöl ist in diesem Punkt einfach spitze – das natürliche Verhältnis beträgt nämlich nur 2:1.

Nicht zu viel, aber das richtige Fett: Erwachsene sollten höchstens 30 Prozent der täglichen Nahrungsenergie aus Fett beziehen, Kinder höchstens 35 Prozent. Auf die Nahrungsenergie bezogen heißt das für die Fettsäuren: maximal ein Drittel gesättigte, maximal 7 Prozent mehrfach ungesättigte, der Rest einfach ungesättigte. Rapsöl hilft, diese Empfehlung zu erfüllen.

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