Radon im Haus Meldung

Voraussichtlich im Frühjahr 2000 werden die Länderparlamente eine Richtlinie verabschieden, die festlegt, welche Sanierungsmaßnahmen gegen Radon im Haus zu ergreifen sind. Bisher gibt es hierzulande keine Grenzwerte für die Radonbelastung in Wohnräumen. Unklar ist bisher noch, ob die Richtlinie Grenzwerte oder nur empfehlende Leitwerte für die Radonbelastung im Haus enthalten wird.

Dabei wären Grenzwerte durchaus angeraten: Radon gilt nach dem Rauchen als Lungenkrebsursache Nummer zwei.

Unsere europäischen Nachbarn sind zum Teil weiter. So wurde in Großbritannien ein Grenzwert festgelegt. Wird der überschritten, muss saniert werden. Dort gibt es auch Fördergelder für die Sanierung ­ in Deutschland bisher nur in Sachsen. Dabei sind auch andere Regionen betroffen ­ zum Beispiel das Fichtelgebirge, der Bayerische Wald und die Oberpfalz. Da Radon aus dem Erdreich in die Häuser dringt, sind alte Häuser mit undichten Kellerböden eher gefährdet als neue.

Wichtig ist, zunächst einmal die Belastung festzustellen. Wir bieten eine Analyse an. Tipps zur Sanierung enthält eine neue Broschüre.

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