Tipps

  • Betroffen? Werfen Sie einen Blick auf die Radon-Umweltkarte. Sie zeigt, wo das Radon-Risiko in Deutschland tendenziell eher gering, durchschnittlich oder erhöht ist.
  • Nachhaken. Auch wenn Sie in einem hochbelasteten Gebiet leben, heißt das noch nicht per se, dass die Luft in Ihren Wohnräumen hohe Becquerelwerte aufweist. Die individuelle Belastung hängt ab von der:
    1. genauen Lage Ihres Hauses: Auch innerhalb eines auf der Karte mit einer Farbe gekennzeichneten Bereichs, kann die Belastung schwanken. Fragen Sie Ihr zuständiges Umweltamt, ob dort lokale Messwerte vorliegen.
    2. Bausubstanz Ihres Hauses: Durch Natursteinmauern und rissige oder gar unbefestigte Böden gelangt Radon eher ins Haus als durch makellose Bodenplatten aus Beton. Achten Sie in jedem Fall auf undichte Stellen im Bereich von Wanddurchbrüchen für Rohre oder Kabel.
  • Messen. Endgültige Klarheit über das individuelle Risiko bringt daher nur eine Messung der Raumluft. Auch deswegen, weil Radon ein un­sichtbares und geruchloses Gas ist.
  • Maßnahmen. Selbst dann, wenn die Messung ergibt, dass die Radonbelastung erhöht ist, besteht kein Grund zur Panik. Je nach Schwere der Belastung reichen manchmal einfachere und kostengünstige Maßnahmen aus:
    1. Nutzungsänderungen (bei geringer Belastung). Sie können die betroffenen Räume künftig anders nutzen, etwa nicht mehr als Wohnraum, sondern nur noch als Abstellfläche.
    2. Verhaltensänderungen (bei geringer Belastung). Sie können die Räume besser lüften, etwa durch regelmäßige Stoßlüftung.
    3. Leichte Sanierung (bei mittlerer Belastung). Mittlerweile gibt es eine Vielzahl erprobter und oft preiswerter Sanierungs­verfahren. Die Palette reicht von der Ab­dichtung mit Folien oder Dichtstoffen bis zum Absaugen der belasteten Luft.
    4. Schwere Sanierung (bei hoher Belastung). Erst wenn das alles nicht Erfolg versprechend ist, müssen Sie aufwändige Sanierungsmaßnahmen ins Auge fassen, etwa das Abdichten von Böden und Wänden, die Verlegung von Drainagen oder das Arbeiten mit Über- oder Unterdruck. Alle diese Arbeiten sollten Sie jedoch von einer Fachfirma planen und ausführen lassen.
  • Infos. Weiterreichende Hinweise zu Schutz- und Sanierungsmaßnahmen erhalten Sie zum Beispiel unter www.radon-info.de und im „Radon-Handbuch Deutschland“ vom Bundesumweltministerium/Bundesamt für Strahlenschutz. Erhältlich ist diese Loseblattsammlung für 10 Euro beim NW-Verlag, Postfach 10 11 10, 27511 Bremerhaven (www.nw-verlag.de).

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