Radlerhosen im Test Gute Shorts für wenig Geld

17.08.2021
Radlerhosen im Test - Gute Shorts für wenig Geld
Wasch­fest und atmungs­aktiv. Die Triban-Radfahr­hose für Damen über­zeugte die Tester von Saldo. © Getty Images / YURI ARCURS PRODUCTIONS, Decathlon (M)

Lange Radtouren ohne schmerzendes Gesäß und wunde Stellen – mit der richtigen Radfahr­hose geht das. Unsere Schweizer Partner von Saldo haben Shorts getestet.

Decathlon hat die besten Radhosen für Frauen und Männer

Die Saldo-Tester wollten heraus­finden, wie robust gepols­terte Radfahr­hosen für Männer und Frauen sind (Original-Testbe­richt Velohosen für Männer und Frauen, kosten­pflichtig). Konkret prüften sie, wie scheuer­beständig, wasch­bar, atmungs­aktiv und schweißecht die Hosen sind. In beiden Kategorien lagen güns­tigste Modelle der Decathlon-Marke Triban vorn. Die beste Männer-Radlerhose „Triban Radhose kurz Essential“ ist für rund 10 Euro zu haben, die „Triban kurze Radhose 500 schwarz/pink“ – Testsieger bei den Frauen – kostet rund 20 Euro. Nur wenig schlechter und ab rund 50 Euro zu haben ist die Damen­hose „Scott Endurance 20++“.

Gute Wasch­barkeit bei Radlerhosen wichtig

Die beiden Triban-Hosen über­zeugten in allen vier Test-Kategorien, vor allem aber im Prüf­punkt Wasch­barkeit. Die ist für Radhosen besonders wichtig. Denn damit im Scham­bereich nichts wund scheuert, sollten Radlerinnen und Radler unter den Shorts keine Unter­wäsche tragen.

Die richtige Radhose finden – das rät Saldo

  • Radhosen sollten möglichst eng anliegen, damit das Sitz­polster nicht rutscht. Daher im Zweifel die kleinere Größe wählen. Es macht nichts, wenn die Hosen im Stehen eher stramm sitzen, bei einer sport­lichen Fahr­position weiten sich die Hosen infolge der gebeugten Haltung.
  • Für harte Sattel (etwa bei Renn­rädern) ein dickeres Polster wählen. Für ohnehin gut gepols­terte Sattel, wie sie bei City-Rädern typisch sind, reicht ein dünnes Polster oder gar eine unge­pols­terte Hose. Ein weicher Sattel und zusätzlich eine weiche Hose können für einen wackeligen Sitz sorgen.
  • Auf die Zonierung der Pols­terung achten: Vorne etwas weiter, mittig schmaler und besonders breit auf Höhe der Gesäß­knochen. In der Regel sind die Pols­terungen der Männer- und Frauenhosen unterschiedlich und auf die Anatomie des jeweiligen Genital­bereichs angepasst.
  • Eine Hose wählen, bei der keine Nähte oder grobe Über­gänge sicht­bar und fühl­bar sind – sie könnten scheuern.

Es kommt auch auf den Sattel an

Doch auch die beste Hose bringt wenig, wenn der Sattel nicht zum Gesäß passt. Den richtigen Sattel zu finden, ist gar nicht so einfach – ohne geduldiges Ausprobieren geht es nicht. Ein paar grund­sätzliche Tipps gibt es dennoch.

Abstand messen. Wichtig ist vor allem, dass die Breite des Sattels zum Abstand der Gesäß­knochen passt. Dieser Abstand lässt sich im Fach­geschäft über einen digitalen Hocker messen oder ganz einfach zu Hause: Well­pappe auf eine glatte Fläche legen und dann den Po auf die Pappe drücken. Die Gesäß­knochen drücken die Pappe ein, der Abstand zwischen den Mittel­punkten der beiden Mulden ist entscheidend. Viele Sättel sind auf einen bestimmten Sitz­knochen­abstand optimiert. Oft geben die Hersteller höher­wertigerer Sättel diesen für ein Modell an.

Richtig einstellen. Neben einem geeigneten Sattel ist auch die richtige Einstellung richtig: Der Po gehört auf den verbreiterten Teil der Sitz­fläche. Der Radler sitzt richtig, wenn der Sattel unter dem Po verborgen bleibt. Mehr Infos in unseren beiden großen Fahr­rad-Specials Fahrradkauf, Zubehör, Reparaturen und Fahrradtechnik.

17.08.2021