Radioempfang rund um die Welt Meldung

Egal, ob Pauschaltourist oder Globetrotter: Gelegentlich will man wissen, was in der Heimat passiert. Ein Weltempfänger bietet deutsche Radioprogramme rund um die Welt.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Lieb gewordene Sendungen will er auch fern der Heimat nicht missen. Zwar überwinden Fernsehbilder dank leistungsstarker Satelliten mehrere Tausend Kilometer. Aber wenn er nicht gerade mit dem Wohnmobil reist oder im Hotel logiert, sind Satellitenschüssel und Fernsehgerät nur selten greifbar. Außerdem wollen die wenigsten den Urlaub vor der „Glotze“ verbringen.

Wenn Radionachrichten reichen, heißt die bewährte Alternative: Weltempfänger. Die kompakten Transistorradios sind insbesondere auf Kurzwellenempfang (KW) optimiert. Nebenbei taugen sie auch für Mittelwelle (MW), Langwelle (LW) und Ultrakurzwelle (UKW). Bis auf UKW eignen sich auch die anderen Wellenbereiche für den Fernempfang.

Dennoch ist Kurzwelle für Weltenbummler das Medium der Wahl. Grund: Die Frequenzen dieses Wellenbereichs werden von der Ionosphäre der Erde reflektiert und können so den Globus umrunden. Außerdem ist im KW-Band für mehr Sender Platz als auf der Lang- oder Mittelwelle. Wo ist der Unterschied zwischen Weltempfängern und Wald-und-Wiesen-Radios mit Kurzwelle? Die Simpelradios empfangen nur das so genannte 49-Meter-Band (von 4 750 bis 5 060 Kilohertz). Die Kurzwelle reicht aber bis in das 11-Meter-Band (bis 26 100 Kilohertz). Weltempfänger empfangen große Teile davon, Topmodelle die gesamte Kurzwelle. Auch oberhalb des 49-Meter-Bands warten exotische Stationen auf Hörer.

Unter widrigen Bedingungen

Radioempfang rund um die Welt Meldung

Für guten Empfang unter schlechten Bedingungen wichtig und an gängigen Transistorradios ebenfalls nicht Standard ist der Anschluss für eine externe Antenne. Das kann ein langer Draht sein oder eine aktive Antenne (Details dazu auf der englischsprachigen Seite: www.rnw.nl/realradio/practical/html/antenna_advice.html).

Fast allen Wellenreiter-Radios kann man die Frequenz des gewünschten Senders direkt per Ziffernblock eingeben. Stationsspeicher, eine oder mehrere Uhren vervollständigen die Ausrüstung. Auch eine möglichst feinstufige Abstimmung ist wichtig: Die Top-Weltempfänger lassen sich im feinsten Raster, also in 1-Kilohertz-Schritten, auf einen Sender einstellen. Für Segler ist auch die Kombination mit einem Kassettenrekorder und einer Zeitschaltuhr sinnvoll: So speichern die Weltempfänger zum Beispiel Wetterberichte von selbst.

Wunder kann aber auch das aufwendigste Radio nicht vollbringen: Generell klingen Kurz-, auch Mittel- und Langwelle nach heutigen Maßstäben scheußlich. Wenn sich an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten mehrere Stationen auf einer Frequenz in die Quere kommen, gibts pfeifenden oder zwitschernden Wellensalat – oder stärkere Sender übertönen die schwächeren. Außerdem kann die Güte des Kurzwellenempfangs je nach Tageszeit und Wetter schwanken.

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