Rabattsysteme Meldung

Die Rabattsysteme Payback und Happy Digits haben insgesamt über 40 Millionen Mitglieder.

Kunden profitieren nur wenig von Rabattsystemen wie Payback oder Happy Digits – ganz im Gegensatz zum Handel. Die Käufer müssen sich mittlerweile mit geringeren Preisnachlässen zufrieden geben als noch vor zwei Jahren. Das berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW).

Der Vorläufer von Happy Digits, die Karstadtkundenkarte, habe dem Kunden noch 3 Prozent Rabatt gebracht. Mit Happy Digits sind es heute nur 1 Prozent oder weniger. Ähnlich würden Quelle und T-Com sowie Tengelmann und Golfhouse verfahren. Bei Obi gibt es bei einem Einkaufswert von unter 100 Euro sogar nur 0,5 Prozent Rabatt .

Payback-Partner wie Kaufhof, Sportarena und Apollo-Optik, die ihren Kunden vor zwei Jahren noch 2 bis 3 Prozent einräumten, gewährten ihnen derzeit gerade mal 1 Prozent.

„Um genügend Punkte oder Digits für bestimmte Prämien zu ergattern, lässt sich vielleicht mancher Kunde zum vorschnellen Kauf oder auch zu einer oft überflüssigen Mitgliedschaft verleiten“, befürchtet Jürgen Schröder von der VZ NRW. Aus seiner Sicht „bringt der altmodische Preisvergleich häufig wesentlich mehr als die Jagd nach Punkten“.

Tipp: Händler, die auf Bonussysteme setzen, lassen kaum mit sich über den Preis einer Ware verhandeln. Bei anderen dagegen könnten Sie mit guter Argumentation, Schlagfertigkeit und ein bisschen Zeit günstigere Preise rausholen. Die Chancen auf Rabatt vergrößern sich, wenn Sie antizyklisch kaufen: Skier im Sommer, Badekleidung im Winter.

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