Der Payback Rabattverein München ist beim Verbraucherschutzverein (VSV) negativ aufgefallen, weil er gesetzwidrige Klauseln auf dem Antragsformular verwendet. Der VSV kritisiert, dass der Kunde generell zustimmen soll, "zusätzliche Informationen und Angebote ... auch von Partnerunternehmen zu erhalten". Dies schließe auch Telefonwerbung ein, die grundsätzlich verboten sei, so Helke Heidemann-Peuser vom VSV.

Außerdem sei eine weitere Klausel, die die Weitergabe personenbezogener Daten zu Werbe- und Marktforschungszwecken erlaubt, zu weitgehend formuliert. Der VSV hat den Rabattverein deshalb aufgefordert, bis Mitte Juni 2000 eine Unterlassungserklärung abzugeben. Weil der Rabattverein das nicht tat, prüft der VSV nun, Klage zu erheben.

Mit der Payback-Rabattkarte kann der Kunde bei angeschlossenen Firmen Punkte sammeln und so zwischen 1 und 3 Prozent billiger einkaufen.

Die Angebote werden dabei immer irrwitziger: Die Kontoeröffnung bei der Direktbank Consors bringt zum Beispiel 1.500 Payback-Punkte (knapp 30 Mark). Allerdings kostet die Kontojahresgebühr dann im Gegenzug 12 Mark.

Eine richtige Antwort beim Sat1-Pay-back-Gewinnspiel soll 200 Punkte (knapp 4 Mark) bringen. Die Antwort per 0190-Nummer kostet aber 49 Pfennig pro Minute. Wer falsch antwortet oder zu lange rätselt, macht dabei Miese.

Tipp: Kaufen Sie nur dort, wo Sie die Qualität überzeugt. Handeln Sie Rabatte lieber persönlich im Geschäft aus. 3 Prozent sind immer erlaubt ­ auch ohne Karte.

Dieser Artikel ist hilfreich. 99 Nutzer finden das hilfreich.