Nach dem Fall des Rabattgesetzes gewähren die deutschen Einzelhändler nicht nur weniger Preisnachlässe, sondern auch niedrigere Rabatte. Das ist das überraschende Ergebnis einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Nur 15 der 40 getesteten Einzelhändler aus verschiedenen Branchen seien bereit gewesen, über den ausgewiesenen Preis eines nachgefragten Produkts noch einmal zu verhandeln. Im Durchschnitt hätten die Händler nur 8 Prozent Rabatt gewährt.

Vor der Abschaffung des Rabattgesetzes, das höchstens 3 Prozent Nachlass zuließ, sei noch jeder zweite Händler auf Nachfrage mit dem Preis nach unten ­gegangen – im Durchschnitt um 10 Prozent. Damals griffen die Kaufleute oft in die Trickkiste und umgingen die gesetzliche Regelung. So seien zum Beispiel echte oder vermeintliche Produktfehler Anlass gewesen, kräftige Preisreduzierungen anzubieten, so die Verbraucherzentrale.

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