Rabatt nach der Scheidung Meldung

Nach einer Scheidung kann die Frau unter Um­ständen den günstigen Schadenfreiheitsrabatt in der Kfz-Haftpflichtversicherung behalten, obwohl das Auto auf ihren Mann zugelassen war. Eine Versicherte erstritt das vor Gericht. Ihr Auto, mit dem sie viele Jahre unfallfrei gefahren war, lief als Zweitwagen auf den Namen des Mannes. Nach der Trennung setzte sie vor dem Landgericht Flensburg durch, dass ihr Ex den Rabatt auf sie übertragen musste (Az. 1 T 30/06). Die Richter sprachen ihr den Vorteil zu, weil sie als alleinige Nutzerin des Autos den Rabatt selbst „erfahren“ hatte.

Anders urteilte das Landgericht Freiburg (Az. 5 O 64/06): Auch hier nutzte die Ehefrau den Wagen alleine. Doch der hohe Schadenfreiheitsrabatt von 40 Prozent bestand schon, als sie das Auto übernahm. Weiter verbessern konnte sie die Einstufung nicht. Deshalb stehe ihr der Rabatt nach der Scheidung nicht zu, befanden die Richter.

Viele Versicherer stufen Geschiedene trotz jahrelanger Fahrpraxis als Anfänger mit Beiträgen bis zu 140 Prozent ein. Das machen nicht alle so.

Tipp: Fragen Sie als Geschiedene nach einer ­besseren Einstufung. Einige Versicherer, zum ­Beispiel die Itzehoer, bieten dies als Extra in ihren Lady-Tari­fen an.

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