„Ein R-Gespräch kommt, möchten Sie es annehmen?“ Diesen bislang vor allem aus den USA bekannten Service gibt es von Anbietern wie 01058 Telecom und Deutsche Telekom auch in Deutschland. Wer das Gespräch annimmt, zahlt happige Gebühren von bis zu 1,50 Euro pro Minute, ermöglicht aber seinem Gesprächspartner, ohne Geld zu telefonieren.

Gut ist das vor allem für Familien mit globetrottenden Kindern. Die können von jedem Telefonapparat und oft auch unterwegs vom Handy ohne Kleingeld oder Telefonkarte anrufen und ihre Familie informieren. Die Gesprächskosten werden auf die Telefonrechnung des Angerufenen gebucht. Anrufe aus bislang 24 Ländern sind möglich.

Doch der Dienst kann auch Probleme bereiten: Nicht jeder, der ein R-Gespräch annimmt, ist über die hohen Gebühren informiert. Und: Auf diese Weise kann auch von einem gesperrten Telefon aus mit hohen Kosten telefoniert werden.

R-Gespräche werden automatisch vermittelt: Der Anrufer wählt eine kostenlose Servicenummer mit der Vorwahl 0 800. Das funktioniert von allen Handys oder Telefonzellen mit Tonwahlschaltung: Beim Wählen hört man die charakteristischen Töne. Unter der Servicenummer meldet sich ein Computer mit Sprachmenü. Der Anrufer gibt die gewünschte Rufnummer mit Vorwahl ein und nennt seinen Namen. Der Computer stellt die Verbindung her und kündigt das R-Gespräch an. Der Angerufene muss Kunde der Deutschen Telekom sein.

Dieser Artikel ist hilfreich. 345 Nutzer finden das hilfreich.