R-Gespräche Meldung

Teurer Spaß. R-Gespräche bezahlt der Angerufene. Das kostet pro Minute gut 1,50 Euro.

Eltern müssen R-Gespräche, die ihre Kinder angenommen haben, nicht bezahlen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. III ZR 152/05). Sonst trägt bei R-Gesprächen normalerweise der Angerufene die Kosten.

Die Richter hoben ein Urteil des Landgerichts Würzburg auf, in dem eine Mutter verurteilt worden war, knapp 600 Euro für R-Gespräche zu bezahlen. Die hatte die 16-jährige Tochter 2003 binnen eines Monats mit ihrem Freund vertelefoniert.

Der Telefonanschluss muss laut Urteil auch nicht vor R-Gesprächen Dritter gesichert werden, weil die bisher zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten dem Kunden nicht zuzumuten seien. Das könnte sich aber ändern, sobald sich Verbraucher über eine Sperrliste bei der Regulierungsbehörde vor diesem Dienst schützen können. Das sieht ein Gesetzentwurf bereits vor.

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