Quelle Bausparkasse Meldung

Die in Not geratene Quelle Bausparkasse soll von den 14 anderen privaten Bausparinstituten gerettet werden. Sie wollen eine Auffanggesellschaft gründen, um die Quelle Bausparkasse vor einem Zusammenbruch zu bewahren. Das hat der Bundesverband privater Bausparkassen beschlossen.

Quelle-Bausparkasse am Abgrund

Mit der Insolvenz des Arcandor-Konzerns, zu dem das Versandhaus Quelle gehört, ist auch die Quelle Bausparkasse ins Trudeln geraten. Sie hat rechtlich mit dem Versandhaus nichts zu tun, gehört aber zu rund 41 Prozent der Quelle-Erbin Madelaine Schickedanz. Zwei weitere Anteilseigner gehörten mit zusammen 50 Prozent zum Familienkreis. Die Namensgleichheit und die Eigentümerfamilie genügten, um den Ruf des Instituts zu ruinieren. „Die Banken waren spürbar verunsichert und haben keine Kredite mehr zur Refinanzierung gegeben“, sagt Alexander Nothaft, Sprecher des Bundesverbandes der privaten Bausparkassen. Auch Neukunden seien ausgeblieben.

Quelle-Bausparer können aufatmen

Die anderen 14 privaten Bauspar-Institute wollen die Quelle Bausparkasse nun in einer Auffanggesellschaft übernehmen. Der Kaufpreis für das angeschlagene Institut ist nicht bekannt. Mit der Übernahme bleiben alle Verträge der Quelle-Bausparer gültig. Im Fall einer Pleite wären die Spareinlagen durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis zu 50 000 Euro geschützt. Darüber hinaus sind Quelle-Bauspareinlagen in unbegrenzter Höhe durch den Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds geschützt. Ihm gehören 15 private Bausparkassen an, darunter BHW und Wüstenrot. Auch alle aufgelaufenen Zinsen wären garantiert. Nur der Darlehensanspruch wäre bei einer Pleite nicht gesichert gewesen.

0,2 Prozent vom Neugeschäft

Die Quelle Bausparkasse hatte nach Angaben des Bundesverbandes privater Bausparkassen zum Jahresende 2008 rund 93 000 Verträge. Rund 120 Mitarbeiter seien in dem Institut tätig. Im Vorjahr hat die Quelle Bausparkasse rund 6.500 neue Verträge akquiriert. Der Marktanteil am gesamten Bausparkassen-Neugeschäft betrug damit nur 0,2 Prozent.

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