Quecksilber in Energiesparlampen Meldung

Aktuelle Meldungen über Quecksilber in Energiesparlampen verunsichern viele Verbraucher. Kein Grund zur Panik, sagt die Stiftung Warentest. Wer einige einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann Energiesparlampen weiter bedenkenlos nutzen.

Aktueller Hinweis des Umweltbundesamtes

Anlass der aktuellen Meldungen zum Thema ist ein erneuter Hinweis des Umweltbundesamtes, dass Quecksilber beim Bruch von Energiesparlampen in die Innenraumluft gelangen kann. Messungen an zwei zerstörten Lampen bestätigen, dass die Konzentration in der Luft mindestens für einige Stunden höher liegt, als für Wohnräume empfohlen. Allerdings wurde der Raum dabei kaum gelüftet.

Meist etwa zwei Milligramm

Energiesparlampen enthalten Quecksilber, um zu funktionieren. Das Schwermetall kann nur entweichen, wenn die Lampe zerbricht. Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen, dass in einer Lampe meist etwa zwei Milligramm enthalten sind. Diese Menge ist mit bloßem Auge kaum sichtbar. Trotzdem ist sie nicht zu unterschätzen. Denn Quecksilber ist giftig. Bei Zimmertemperatur wird es flüssig und verdampft.

Tipps: Wenn die Lampe zerbricht

Normalerweise gehen Energiesparlampen selten zu Bruch. Falls doch: Keine Panik. Öffnen Sie die Fenster weit und lüften Sie ausgiebig. Vorsichtshalber sollten Sie den Raum für eine Viertelstunde verlassen. Viel lüften sollten Sie auch während und nach der anschließenden Reinigung: Kehren Sie mit Gummihandschuhen und Wegwerftüchern alle sichtbaren Reste der zerbrochenen Lampe zusammen. Den Abfall entsorgen Sie außerhalb des Hauses in der Restmülltonne. Den Teppich sollten Sie mit Klebeband abtupfen. Saugen Sie erst danach alles gründlich ab. Entsorgen Sie anschließend auch den Staubsaugerbeutel.

Vorbeugen

Keine Energiesparlampe geht von allein kaputt. Steckt sie in einer stabilen Leuchte, bietet dies einen guten Schutz gegen Zerstörung. Auch Lampen mit zusätzlicher kugel- oder kerzenförmiger Glashülle sind vorteilhaft. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen: Wählen Sie eine Energiesparlampe mit Kunststoffummantelung (Splitterschutz). Für das Kinderzimmer sind diese Produkte optimal.

Hersteller und Handel sind gefordert

Die Stiftung Warentest unterstützt die Forderungen des Umweltbundesamtes nach mehr Produktsicherheit und besserer Verbraucherinformation. Wichtig wäre es, wenn Verbraucher ausgediente Leuchtstoff- und Energiesparlampen nicht nur bei kommunalen Sammelstellen sondern auch im Handel abgeben könnten. So lässt sich Quecksilber recyceln und gelangt nicht in die Umwelt.

Beitrag zum Umweltschutz

Verbraucher sollten sich nicht verunsichern lassen. Die Tests der Stiftung Warentest beweisen: Der Kauf guter Energiesparlampen lohnt sich. Nicht nur für die Brieftasche, sondern auch für die Umwelt. Eine Energiesparlampe spart im Vergleich zu einer gleich hellen Glühbirne 80 Prozent Strom. Wer eine Energiesparlampe kauft, hilft sogar, die Umwelt von Quecksilber zu entlasten: Da entsprechend weniger Strom produziert werden muss, sinkt der Ausstoß von Quecksilber aus den Kraftwerksschornsteinen.

Test: Energiesparlampen
Test: LED-Lampen
Test: Halogenlampen

Dieser Artikel ist hilfreich. 1197 Nutzer finden das hilfreich.