So sind wir vorgegangen

Im Test: Vier bundesweit verbreitete Qualitätsma­nagementsysteme, die am häufigsten von Allge­mein- und Facharztpraxen genutzt werden (außer Zahnarztpraxen). Prüfung der in den Systemen formulierten Anforderungen und Qualitätsziele anhand eines von Experten des Gesundheitswe­sens entwickelten Anforderungskatalogs, insbe­sondere ob Patientenperspektive und -belange hinreichend berücksichtigt wurden. Bewertet wurde, ob die definierten Anforderungen im Qualitätsmanagementsystem vorhanden, teilweise vorhanden oder nicht vorhanden sind. Bewertung auf Basis einer systematischen Literaturanalyse offizieller Veröffentlichungen der Anbieter sowie von Veröffentli­chungen, die im engen Zusammenhang mit den Qualitätsmanagementsystemen stehen.
Erhebungszeitraum: Mai bis August 2009.

Patientenversorgung aus Patientenperspektive. Struktur des Ablaufs der Behandlung: Aufklärung über Erkrankung, Ursachen, Verlauf u. a. Einbe­ziehen des Patienten in die Behandlung: Aktives Einbeziehen bei Entscheidungen zu Diagnose und Therapie. Hinweise zur Vorsorge und zu weiteren Informationsmöglichkeiten: Erinnerungssystem, Information zu Selbsthilfegruppen u. a. Art des Umgangs mit Patienten und Patientenbefragung: Wahrung der Privatsphäre, Befragungen zur Patientenzufriedenheit u.a. Prüfung der Systeme auf Regelungen zum Fehler-, Notfall- und Beschwerdemanagement.

Praxisorganisation aus Patientenperspektive. Berücksichtigung gesetzlicher Anforderungen: Datenschutz, Patientenakte u. a. Patientenorientierte Organisation von Praxisabläufen: Schnelles Ausstellen von Bescheinigungen, Hausbesuche u.a. Regelungen zu medizinischen Verfahren, Umgang mit Medikamenten, Personalausstattung: z. B. zu Lagerung, Zubereitung, Verabreichung von Medikamenten. Weiterbildung und Wissensmanagement: Fortbildung Personal, Patientenversorgung nach aktuellem Stand des Wissens u. a. Schriftliche Regelungen der Verantwortlichkeiten und Befugnisse. Informationsmanagement (intern und extern): z. B. regelmä­ßige Teambesprechungen, zeitnahes Versenden von Patientendaten bei Überweisungen. Praxisausstattung und Atmosphäre: u. a. Berücksichtigen der Bedürfnisse spezieller Patientengruppen.

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