Putzhilfe Meldung

Immer mehr Haushalte legalisieren ihre Putzhilfe: Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der privaten Minijobs auf 217 000 verdoppelt. Auftraggeber zahlen dafür zusätzlich pauschal 14,27 Prozent vom Lohn. Dafür gibt es eine Steuerersparnis: 20 Prozent aller Kosten, maximal 510 Euro, dürfen direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Beispiel: 150 Euro „schwarz“ gezahlt pro Monat ergeben 1 800 Euro im Jahr. Legal wären es 257 Euro mehr, dafür aber 411 Euro Steuern weniger.

Außerdem ist eine legale Hilfe unfallversichert. Ansonsten müssten Arbeitgeber eventuell die Behandlung bezahlen, auch wenn sie schon auf dem Weg zur Arbeit verunglückt. Und falls sie mit Schmuck, Bargeld oder Notebook verschwindet, wird es schwer, Anzeige zu erstatten. Denn dann drohen 5 000 Euro Bußgeld. Die Hausratpolice zahlt übrigens nicht – aber auch nicht bei legaler Arbeit, weil der Dieb mit Erlaubnis ins Haus kam.

Aber: Minijobbern steht gesetzlicher Urlaub zu. Kommen sie einmal pro Woche, sind das vier Tage im Jahr. Bei Krankheit  muss der Lohn sechs Wochen weitergezahlt werden. Davon erstattet die Minijobzentrale 80 Prozent, bei Schwangerschaft 100 Prozent.

Legalisieren ist einfach: den „Haushaltsscheck“ auf www.minijob-zentrale.de ausfüllen – eine Seite, das ist alles. Außerdem empfiehlt sich ein Arbeitsvertrag, ein Muster steht ebenfalls dort.

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