So haben wir getestet

Im Test: Fünf Putz­dienst-Portale mit angestellten Reinigungs­kräften oder beauftragten Reinigungs­firmen sowie drei Portale, die selbst­ständig tätige Reinigungs­kräfte oder -firmen vermitteln. Geprüft wurde in Berlin, Bremen, Hamburg, Köln, München und Stutt­gart von Mai bis August 2018. Anbieterbefragung im Juli und August 2018.

Unter­suchung: Geschulte Tester suchten auf den Portalen nach Reinigungs­kräften oder -firmen, beauftragten drei Termine und forderten eine ordnungs­gemäße Rechnung. Reinigungs­kräfte, die dies bei der Termin­ver­einbarung ablehnten, beauftragten die Tester nicht und suchten auf den Portalen nach Ersatz. Je Termin präparierten sie sieben stan­dardisierte Verschmut­zungen in Bad, Flur, Küche und Wohn­zimmer. Insgesamt waren es 14 verschiedene Verschmut­zungen. Nach jedem Termin prüften sie, ob die Verschmut­zungen entfernt wurden. Sie fotografierten den Zustand vorher und nachher. Über stan­dardisierte Protokolle dokumentierten sie Suche, Buchen, Termin­ver­einbarung, Reinigung und Abrechnung. Jedes Portal wurde von fünf Haushalten an je drei Terminen geprüft – die Bewertung beruht auf 15 Reinigungs­terminen. Wir recherchierten, wie die Portale Kunden gegen Schwarz­arbeit und Schäden durch die Reinigungs­kraft absichern. Dazu bewarben sich drei Tester verdeckt als Reinigungs­kraft. Außerdem befragten wir die Portale zu entsprechenden Maßnahmen direkt. Zwei Service-Experten führten den Website-Check durch.

Reinigung: 60 %

Bei der Reinigungs­leistung ist unter anderem bewertet, wie gut Test­verschmut­zungen entfernt wurden. Bei der Zufriedenheit mit Reinigungs­kräften bewerteten die Tester unter anderem die Sorgfalt und die Kompetenz der Reinigungs­kraft über alle drei Termine hinweg.

Information und Buchung: 20 %

Für Informationen und Nutzerfreundlich­keit der Website erwarteten wir eine über­sicht­liche Struktur des Informations­angebots sowie Hilfe­funk­tionen und Kontakt­möglich­keiten. Zudem erwarteten wir grund­legende Informationen etwa zu Anbietern, verfügbaren Stand­orten, Kosten und möglichen Reinigungs­leistungen. Um die Kosten und den zeitlichen Aufwand für die Reinigung angemessen abschätzen zu können, sollte bei der Buchung über die Website nach Merkmalen wie der Größe der zu reinigenden Fläche gefragt werden. Wir erwarteten auch Informationen zur Reinigungs­kraft oder zum Dienst­leister, wie Namen, Berufs­erfahrung, Leistungs­umfang sowie deren Kapazitäten. Unter Termin­ver­einbarung mit der Reinigungs­kraft bewerteten wir unter anderem die Kontakt­aufnahme nach der Buchung mit den Test­haushalten und ob zum Beispiel Uhrzeiten, das Bereit­stellen von Reinigungs­mitteln und Kosten vereinbart wurden. Außerdem erwarteten wir beim ersten Termin ein Vorgespräch, bei dem etwa Umfang und Reinigungs­leistung vor Ort abge­stimmt werden.

Abrechnung und Absicherung: 20 %

Da bei Reinigungs­arbeiten in Haushalten Schwarz­arbeit häufig ist, legten wir auf eine ordnungs­gemäße Abrechnung der Reinigungs­leistung Wert. Die Tester vereinbarten Termine nur mit Personen oder Diensten, die eine Rechnung zusicherten. Nicht alle hielten sich an die Vereinbarung und stellten teils keine oder unvoll­ständige Rechnungen. Die Rechnung sollte schriftlich erfolgen und alle Pflicht­angaben wie Anschrift des Dienst­leisters, Datum und Kosten der Reinigungs­leistung korrekt enthalten. Zur Absicherung der Kunden gegen Schwarz­arbeit und Schäden im Haushalt erwarteten wir, dass sich die Portale von den vermittelten Reinigungs­kräften einen Gewer­beschein vorlegen lassen, ein polizei­liches Führungs­zeugnis, Personal­ausweis oder vergleich­bare andere Nach­weise und eine Haft­pflicht­versicherung verlangen oder für sie abschließen.

Mängel in den AGB: 0 %

Ein juristischer Gutachter prüfte, ob die allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) und Daten­schutz­bestimmungen unzu­lässige Klauseln enthalten, die den Kunden benach­teiligen.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf das Qualitäts­urteil auswirken. Folgende setzten wir ein: War Termin­ver­einbarung mit der Reinigungs­kraft mangelhaft, wurde das Urteil Information und Buchung um eine Note abge­wertet. War die Absicherung der Kunden gegen Schwarz­arbeit und Schäden im Haushalt nur teil­weise gegeben bzw. gar nicht gegeben, konnte Abrechnung und Absicherung nicht besser als ausreichend (4,5) bzw. mangelhaft (5,5) lauten. War Abrechnung und Absicherung ausreichend, konnte das Qualitäts­urteil maximal eine Note besser sein. War Abrechnung und Absicherung mangelhaft, konnte das Qualitäts­urteil nicht besser sein. Fanden wir deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB), haben wir das Qualitäts­urteil um eine halbe Note abge­wertet.

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TestHaus­halts­hilfe finden18.10.2018
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