Pulsuhr von Plus im Schnelltest Schnelltest

Auch bei Freizeitsportlern sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken: Pulsmessgeräte. Sie helfen Sportlern ihr Training besser zu kontrollieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie genau messen. Derzeit bei der Handelskette Plus im Angebot: Eine Pulsuhr für 19,99 Euro - im Vergleich zu vielen Geräten des letzten großen Tests ist dies recht günstig. Ob sie für das Training aber brauchbare Ergebnisse liefert, musste die Pulsuhr jetzt im Schnelltest unter Beweis stellen.

Richtige Balance

Das Pulsmessgerät besteht aus einem Brustgurt mit Sender, der die Herzfrequenz auf die Pulsuhr am Handgelenk überträgt. Über- oder unterschreitet der Sportler während des Trainings dann eine zuvor ermittelte Ober- beziehungsweise Untergrenze der Herzfrequenz macht die Pulsuhr darauf aufmerksam - mit einem optischen Signal auf der Uhr und zusätzlich durch einen Alarmton, der auch abgeschaltet werden kann. Damit soll eine Balance zwischen zu starkem aber auch zu laschem Training erreicht werden. Wem das noch nicht reicht, der kann sich zudem den Durchschnittspuls und auch den Kalorienverbrauch anzeigen lassen.

Verzögerter Start

Bevor das Training mit der Pulsuhr beginnen kann, muss der Sportler allerdings persönliche Daten eingeben. Dabei hat er die Wahl: Durch Eingabe persönlicher Daten wie Alter, Größe und Gewicht errechnet die Uhr einen Vorschlag für die Pulsober- und -untergrenze. Wer es genauer will, kann diese Grenzen aber auch selbst ermitteln oder von Sportmedizinern berechnen lassen und in die Pulsuhr eingeben. Da die Bedienungsanleitung aber schwer verständlich ist, kann dies zunächst etwas Zeit kosten. Zudem können die Daten immer nur für eine Person eingegeben werden.

Genaue Ergebnisse

Damit das Training auch wirklich effektiv ist, müssen Pulsuhren exakte Messergebnisse der Herzfrequenz liefern. Mit dem Gerät von Plus ist dies kein Problem. Die Abweichungen von verschiedenen gemessenen Herzfrequenzzonen lagen alle im akzeptabelen Bereich. Beispiel: Die Abweichung für Messwerte der praxisrelevanten Herzfrequenzzone von 125 bis 150 Schlägen pro Minute lag im Mittel bei nicht einmal einem Prozent. Störend allerdings: Die Anzeige schwankt, ähnlich einer Tachonadel, die stark zittert. Das kann beim Training teilweise stören. Im Mittel zeigt die Pulsuhr aber recht genaue Werte.

Starke Beeinflussung

Häufiges Problem von Pulsmessgeräten: Sie sind gegenüber elektromagnetischen Feldern störanfällig. Das ist beispielsweise bei Mobiltelefonen oder startenden Autos der Fall. Auch die Pulsuhr von Plus ist dafür anfällig. Noch kritischer: Tragen mehrere Sportler einen Pulsmesser beeinflussen sich die Geräte gegenseitig. Der Puls wird dann nicht mehr korrekt angezeigt. Daher eignet sich das Gerät von Plus eher für das Training im Alleingang.

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