Tipps

  • Reise planen: Unter www.bahn.de können Sie nach Zugverbindungen mit längerer Umsteige­zeit suchen, zum Beispiel „mindestens 10 Minuten“. Das ist nützlich für alle, die einen wichtigen Anschluss erreichen müssen, und für Gehbehinderte. Sinn­voll ist auch die Suche nach Direkt­verbindungen. Falls Sie eine finden, lassen sich Umsteigerisiken völlig vermeiden.
  • Zugbegleiter ansprechen: Wenn Sie in einem verspäteten Zug sitzen und die Umsteige­zeit knapp zu werden droht: Bitten Sie den Zugbegleiter am besten früh­zeitig, die Zentrale zu informieren, damit Ihr Anschluss­zug wartet. Je mehr Fahr­gäste sich melden, desto besser die Chancen. Fragen Sie den Zugbegleiter vorsorglich für den Notfall auch nach Alternativen.
  • Anschluss verpassen: Ist der Anschluss­zug weg, melden Sie sich beim Bahnhofs­personal. Die Mitarbeiter am „Service­point“ können dann nach neuen Reise­verbindungen suchen.
  • Alternativen nutzen: Wenn Sie den Zielbahnhof voraus­sicht­lich mindestens 20 Minuten zu spät erreichen würden, können Sie in vielen Fällen einen anderen Zug nutzen. Zum Beispiel einen höher­wertigen ICE anstelle eines unpünkt­lichen IC. Die für viele Fahr­karten geltende Zugbindung entfällt dann. Lassen Sie sich das möglichst vorher vom Bahn­personal bestätigen.
  • Plätze sichern: Wenn der Anschluss­zug mit Ihren reser­vierten Plätzen weggefahren ist, haben Sie Anspruch auf Erstattung des Reser­vierungs­entgelts. Wenn Sie im Zug stehen müssten, fragen Sie die Zugbegleiter, ob sie den kulanten, kostenlosen Über­gang in die 1. Klasse ermöglichen können.
  • Nachts stranden: Wenn spät­abends der letzte Anschluss­zug ohne Sie abge­fahren ist, können „Service­point“ oder „3-S-Zentrale“ helfen und zum Beispiel eine Gratis-Taxi­fahrt oder eine Über­nachtung im Hotel organisieren.
  • Entschädigung kassieren: Ab 60 Minuten Verzögerung erstattet die Bahn 25 Prozent des Fahr­preises und ab 120 Minuten 50 Prozent. Anträge dafür gibt es bei Zugbegleitern, an Service­punkten und im Internet. Stamm­kunden sollten immer ein Exemplar parat haben, um es im Falle eines Falles sofort ausfüllen zu können.
  • Beschwerden senden: Wenn Bahn­unternehmen eine Entschädigung verweigern und Sie sich unfair behandelt fühlen, kann die Schlichtungs­stelle für den öffent­lichen Personen­verkehr helfen (www.soep-online.de; Fasanen­straße 81, 10623 Berlin). Weitere Ansprech­partner kümmern sich speziell um Regional­verkehr, zum Beispiel in Nord­rhein-West­falen (www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de). Bei Ärger hilft auch das Eisenbahn­bundes­amt.

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