Was ein PR-Seminar bieten muss

Finanztest hat ein Anforderungsprofil für Kurzseminare zum Thema Public Relations (PR) entwickelt. Es beschreibt, welche Inhalte dort vermittelt werden sollten.

Definition. Der Begriff Public Relations sollte erklärt und von Werbung und Marketing abgegrenzt werden. Der Dozent sollte auf die aktuelle Bedeutung und verschiedene Arten von PR eingehen, zum Beispiel Media Relations (richten sich an Massenmedien) oder Human Relations (im Fokus stehen die Mitarbeiter).

Aufgaben. Im Kurs muss klar werden, was PR leisten kann, zum Beispiel die Bekanntheit erhöhen, für Akzeptanz sorgen, die öffentliche Meinungsbildung positiv beeinflussen, in Krisen um Vertrauen werben.

Kommunikation. Die Grundlagen von Kommunikation sind zu verdeutlichen. Dabei sollten zum Beispiel die Begriffe Sender, Empfänger und Botschaft zur Sprache kommen.

Konzeption. Der Kurs muss vermitteln, wie ein PR-Konzept entwickelt wird, zum Beispiel mit einem Vier-Stufen-Modell. Man beginnt damit, die Situation zu analysieren, entwickelt Strategien, plant PR-Maßnahmen und kontrolliert anschließend den Erfolg.

Arbeitsbereiche. Vorzustellen sind verschiedene Arbeitsbereiche von PR wie Pressearbeit, Veranstaltungsorganisation, Mediengestaltung (zum Beispiel Internet), interne Kommunikation (zum Beispiel Mitarbeiterzeitung) und Kontrolle (zum Beispiel „Clippings“, das Auszählen von Pressebeiträgen). Ein Kurs mit dem Schwerpunkt Pressearbeit sollte unbedingt das Verfassen von Pressemitteilungen und die Organisation von Pressekonferenzen aufgreifen.

Recht. Gesetze, die im Bereich PR zum Einsatz kommen, sollten behandelt werden, zum Beispiel Persönlichkeitsrechte oder das Informationsfreiheitsgesetz.

Ethik. Auf ethische Richtlinien ist hinzuweisen, zum Beispiel auf den Code d'Athene, einen Verhaltenskodex für Öffentlichkeitsarbeit, den es seit 1966 gibt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1085 Nutzer finden das hilfreich.