Anerkannt 3: Verhaltenstherapie

Das Konzept: Das Verfahren, auch „kognitive Verhaltens­therapie“, führt psychische Störungen auf erlerntes problematisches Verhalten zurück, das sich verlernen lässt. „Verhalten“ meint neben dem Handeln auch Gefühle, Gedanken, körperliche Reaktionen. Oft arbeitet die Therapie an sehr konkreten Zielen und setzt auf das Ändern der inneren Einstellung.

Der Ablauf: Neben Gesprächen gibt es oft Übungen. Dabei werden Klienten etwa mit Situationen konfrontiert, die ihnen Angst machen. Auch üblich: Haus­aufgaben, um Problem­verhalten im Alltag zu dokumentieren oder Lern­erfolge im echten Leben zu erproben.

Die Dauer: Meist etwa sechs Monate bis zwei Jahre, mit einer Einzel- oder Gruppen­sitzung pro Woche. Oft kommen auch mehr­stündige Trainings­phasen vor.

Kassen­leistung: Auf Antrag erstatten die gesetzlichen Krankenkassen Erwachsenen 25 (Kurz­zeittherapie) oder 45 Einzel­sitzungen. Die Höchst­grenze sind 80 Einzel­sitzungen. Für Kinder, Jugend­liche, Gruppen gelten andere Erstattungs­sätze.

Kosten für Selbst­zahler: Sie richten sich nach Gebühren­ordnungen, etwa für Ärzte, und dürfen pro Einzel­sitzung bis 100,56 Euro betragen.

test-Kommentar: Geeignet für Patienten, die an konkreten Problemen arbeiten möchten. Es gibt besonders viele Wirk­samkeits­belege – etwa bei Depressionen, Süchten, Angst-, Ess- und Persönlich­keits­störungen. Zudem kommt die Verhaltens­therapie begleitend bei körperlichen und schweren psychischen Problemen, wie etwa Schizophrenie, zum Einsatz, oft auch stationär. Mögliche Schwierig­keiten: Manche Klienten möchten die biogra­fischen Hintergründe der Probleme noch genauer ergründen. Andere fühlen sich von den Aufgaben über­fordert.

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