Psycho­therapie

Anerkannt 2: Tiefen­psychologisch fundierte Psycho­therapie

04.11.2011
Inhalt

Das Konzept: Das Verfahren erinnert an die analytische Psycho­therapie und hat dieselben Wurzeln, ist aber kürzer und stärker auf aktuelle Fragen und konkrete Ziele gerichtet. Dabei werden seelische Nöte zurück­geführt vor allem auf zwischen­menschliche Konflikte, belastende Beziehungen und Traumata, oft aus der Kindheit.

Der Ablauf: Klient und Therapeut sitzen mit Sicht­kontakt. In Gesprächen arbeiten sie die aktuellen Probleme des Klienten heraus und stellen biogra­fische Zusammenhänge her, besonders zur Kindheit. Der Therapeut über­nimmt die Rolle des aufmerk­samen Zuhörers, greift aber auch aktiv ins Gespräch ein.

Die Dauer: Meist etwa drei Monate bis zwei Jahre, mit einer Einzel- oder Gruppen­sitzung pro Woche.

Kassen­leistung: Auf Antrag erstatten die gesetzlichen Krankenkassen Erwachsenen 25 (Kurz­zeittherapie) oder 50 Einzel­sitzungen. Die Höchst­grenze liegt bei 100 Einzel­sitzungen. Für Kinder, Jugend­liche und Gruppen gelten andere Erstattungs­sätze.

Kosten für Selbst­zahler: Sie richten sich nach Gebühren­ordnungen, etwa für Ärzte, und dürfen pro Einzel­sitzung bis 92,50 Euro betragen.

test-Kommentar: Besonders geeignet bei Patienten, die ihre Probleme konkret angehen, aber auch die Hintergründe erforschen möchten. Belegte Wirkungen zum Beispiel bei Depressionen, Belastungs- und Persönlich­keits­störungen sowie psycho­somatischen Beschwerden. Auch stationär kommt die tiefen­psychologisch fundierte Psycho­therapie zum Einsatz. Insgesamt eignet sie sich weniger für Menschen, die sich nicht besonders stark für die biogra­fischen Hintergründe ihrer Probleme interes­sieren.

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