Psycho­therapie

Worauf vor Therapie­beginn zu achten ist

07.02.2020
Inhalt
  1. Überblick
  2. Worauf vor Therapie­beginn zu achten ist
  3. Online-Psycho­therapie
  4. Artikel als PDF (4 Seiten)
  • Richt­linie. Wann die Krankenkassen gesetzlich Versicherten welche Behand­lung in welchem Umfang bezahlen, regelt die Richtlinie Psychotherapie.
  • Wohl­fühlen. Damit die Behand­lung optimal wirken kann, muss die Chemie zwischen Patient und Therapeut stimmen. Patienten sollten sich wohl­fühlen. Bei der Suche nach einem Psycho­therapeuten spielt Sympathie deshalb eine wichtige Rolle. Auch ob der Behandler Mann oder Frau ist, kann für manche bedeut­sam sein.
  • Therapie­richtungen. Die drei Behand­lungs­verfahren, für die Krankenkassen bezahlen, unterscheiden sich in der Vorgehens­weise. Verhaltens­therapeuten gehen davon aus, dass psychische Störungen auf erlernten Verhaltens­weisen beruhen und versuchen, diese alltags­nah durch Übungen, Rollenspiele und Gespräche zu verändern. Sowohl in der analytischen als auch in der tiefen­psychologisch fundierten Psycho­therapie bearbeiten Patienten innere Konflikte, die ihren Ursprung in der Kindheit haben. Die tiefen­psychologisch fundierte Therapie hat einen stärkeren Fokus auf die Gegen­wart. Je nach Charakter und Anspruch an die Behand­lung kann das eine oder andere Verfahren besser passen.
  • Spezialisierung. In der Ausbildung lernen Psycho­therapeuten, mit einer großen Band­breite an Beschwerden zu arbeiten. Einige haben sich aber auf bestimmte Erkrankungen spezialisiert, etwa Sucht, Trauma oder Ängste. Es kann sinn­voll sein, darauf zu achten. Wer etwa unter einer Traumatisierung leidet, ist bei jemanden mit spezieller Fort­bildung und Erfahrung in der Behand­lung solcher Beschwerden gut aufgehoben.
  • Kinder und Jugend­liche. Für Patienten unter 21 Jahren sind Kinder- und Jugend­lichen­psycho­therapeuten die richtigen Ansprech­partner. Sie haben eine gesonderte Ausbildung für den Umgang mit jüngeren Patienten und deren Behand­lung. Ab 18 Jahren können junge Versicherte aber auch zu einem Erwachsenen­therapeuten gehen.
  • Einzeln oder Gruppe. Die Therapie kann mit anderen Patienten gemein­sam in Gruppen­sitzungen statt­finden. Das geschieht aber nur mit Zustimmung des Patienten. Viele wollen in der Behand­lung lieber mit dem Therapeuten unter vier Augen bleiben. Nicht wenige empfinden jedoch den Austausch mit anderen als hilf­reich. Sie lernen aus deren Lösungs­versuchen. Der Psycho­therapeut kann bei der Auswahl individuell beraten.
  • Für Privatversicherte. Wer privat kranken­versichert ist und eine Psycho­therapie beginnen möchte, sollte vorher in seinem Vertrag prüfen, ob und in welchem Umfang sie bezahlt wird. Was gilt, hängt vom Anbieter und vom Tarif ab.
07.02.2020
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