Psycho­therapie

Worauf vor Therapie­beginn zu achten ist

Inhalt
  1. Überblick
  2. Worauf vor Therapie­beginn zu achten ist
  3. Online-Psycho­therapie
  4. Artikel als PDF (4 Seiten)
  • Richt­linie. Wann die Krankenkassen gesetzlich Versicherten welche Behand­lung in welchem Umfang bezahlen, regelt die Richtlinie Psychotherapie.
  • Wohl­fühlen. Damit die Behand­lung optimal wirken kann, muss die Chemie zwischen Patient und Therapeut stimmen. Patienten sollten sich wohl­fühlen. Bei der Suche nach einem Psycho­therapeuten spielt Sympathie deshalb eine wichtige Rolle. Auch ob der Behandler Mann oder Frau ist, kann für manche bedeut­sam sein.
  • Therapie­richtungen. Die drei Behand­lungs­verfahren, für die Krankenkassen bezahlen, unterscheiden sich in der Vorgehens­weise. Verhaltens­therapeuten gehen davon aus, dass psychische Störungen auf erlernten Verhaltens­weisen beruhen und versuchen, diese alltags­nah durch Übungen, Rollenspiele und Gespräche zu verändern. Sowohl in der analytischen als auch in der tiefen­psychologisch fundierten Psycho­therapie bearbeiten Patienten innere Konflikte, die ihren Ursprung in der Kindheit haben. Die tiefen­psychologisch fundierte Therapie hat einen stärkeren Fokus auf die Gegen­wart. Je nach Charakter und Anspruch an die Behand­lung kann das eine oder andere Verfahren besser passen.
  • Spezialisierung. In der Ausbildung lernen Psycho­therapeuten, mit einer großen Band­breite an Beschwerden zu arbeiten. Einige haben sich aber auf bestimmte Erkrankungen spezialisiert, etwa Sucht, Trauma oder Ängste. Es kann sinn­voll sein, darauf zu achten. Wer etwa unter einer Traumatisierung leidet, ist bei jemanden mit spezieller Fort­bildung und Erfahrung in der Behand­lung solcher Beschwerden gut aufgehoben.
  • Kinder und Jugend­liche. Für Patienten unter 21 Jahren sind Kinder- und Jugend­lichen­psycho­therapeuten die richtigen Ansprech­partner. Sie haben eine gesonderte Ausbildung für den Umgang mit jüngeren Patienten und deren Behand­lung. Ab 18 Jahren können junge Versicherte aber auch zu einem Erwachsenen­therapeuten gehen.
  • Einzeln oder Gruppe. Die Therapie kann mit anderen Patienten gemein­sam in Gruppen­sitzungen statt­finden. Das geschieht aber nur mit Zustimmung des Patienten. Viele wollen in der Behand­lung lieber mit dem Therapeuten unter vier Augen bleiben. Nicht wenige empfinden jedoch den Austausch mit anderen als hilf­reich. Sie lernen aus deren Lösungs­versuchen. Der Psycho­therapeut kann bei der Auswahl individuell beraten.
  • Für Privatversicherte. Wer privat kranken­versichert ist und eine Psycho­therapie beginnen möchte, sollte vorher in seinem Vertrag prüfen, ob und in welchem Umfang sie bezahlt wird. Was gilt, hängt vom Anbieter und vom Tarif ab.

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5 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

tgv am 15.07.2021 um 14:26 Uhr
Depressionen

@Heidelbär1 am 10.02.2020 um 11:00 - "Nach innen horchen":
Wenn ich Ihren Beitrag lese, weiß ich, dass sie keinen blassen Schimmer von davon haben, dass es sich bei anhaltenden Depressionen um ernsthafte Erkrankungen handelt, die behandelt werden müssen, sollen sie nicht zu schimmsten Konsequenzen führen (s. Suizid Robert Enke!).
Depressionen als "unschönes Lebensgefühl" zu bezeichnen, das man "ansonsten [mit] Sport beenden" kann, ist mehr als nur fahrlässig.
Das Problem von depressiv Erkrankten ist, dass sie eben zu viel "in sich hinein hören" - und das ist auf Dauer "ungesund".
Ebenso wie man nicht den ganzen Tag lang "glücklich" sein kann sollte man auch nicht andauernd "unglücklich" sein.
Depressionen haben aber nichts mit vorübergehenden Befindlichkeitsstörungen zu tun. Sollten diese sich aber häufen, ist auch hier Vorsicht angesagt.
@Jenny2018 am 30.12.2018 um 22:07: Ich hoffe Sie haben rechtzeitig Hilfe bekommen.

tgv am 15.07.2021 um 14:23 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

tgv am 11.06.2021 um 16:17 Uhr
"Die Praxis muss telefo­nisch erreich­bar sein" ?

Und was passiert, wenn eine Praxis telefonisch überhaupt nicht erreichbar ist (auch nicht drei Stunden pro Woche) und das auch so kommuniziert?
Welche Sanktionen sind für solche Praxen vorgesehen - oder können die sich mit einer fadenscheinigen Begründung herauswinden.
Anm.: Ich spreche nicht von sog. "coronabedingten Einschränkungen“, sondern vom Regelbetrieb einer Praxis mit 4 Ärzten!

Heidelbär1 am 10.02.2020 um 11:00 Uhr
Nach innen horchen

Wenn man Depressiv ist, so empfhielt es sich nach innen zu hören, um zu erfahren was der Auslöser ist. Schließlich ist ein unschönes Lebensgefühl etwas Gutes. AUf diese Weise kann ein Denkanstoß gesetzt werden, auf welche Weise man sein Leben verändern möchte. Man muss nur die Signale des Körpers verstehen lernen. Ansonsten ist Sport sehr wichtig, um den Kreilauf von unschönen Gedanken zu beenden. Das ist effektiver als jeder Psychologe.

OrSz80 am 07.02.2020 um 17:23 Uhr
Monatelang? Jahrelang!

"Doch auf reguläre Psycho­therapien müssen viele Patienten immer noch monate­lang warten."
Also hier in Hamburg ist unter 12 Monaten nichts zu machen. Ich habe sogar 2,5 Jahre gewartet.