Tipps

• Therapeutenauswahl. Lassen Sie sich bei der Suche nach dem richtigen Therapeuten von Ärzten und Krankenkassen beraten. Laien können schwer beurteilen, welche Therapie für sie besonders erfolgversprechend ist.

• Qualifikation. Achten Sie auf das Praxisschild eines Therapeuten. Auf einen Seelenheiler ohne die entsprechende Fachausbildung weisen nichtgeschützte Bezeichnungen wie „Ehe- oder Lebensberatung“ hin.

• Selbst nachfragen. Scheuen Sie sich nicht, einen Therapeuten nach seiner Ausbildung, seinen Schwerpunkten, seiner Vorgehensweise und seiner Kassenzulassung zu fragen.

• Informationsdienst. Sie können sich auch telefonisch beim Psychotherapie- Informations-Dienst (PID) des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) (Tel.: 02 28/74 66 99) erkundigen. Dort erfahren Sie, welche Psychotherapeuten mit welchen Schwerpunkten in Ihrer Nähe sind, welche Methoden sie anwenden, wer Patienten in einer anderen Sprache behandeln kann oder welche Praxis für Rollstuhlfahrer zugänglich ist.

• Zugelassene Therapien. Die Kassen zahlen bisher nur für die drei wissenschaftlich anerkannten Therapien Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (je 300 Stunden maximal für Erwachsene) und Verhaltenstherapie (60 Stunden). Gesprächs-, Familien- oder Gestalttherapie sind nicht über die Versichertenkarte abrechenbar.

• Konsiliararzt. Das Psychotherapeuten-Gesetz verlangt, dass Kassenpatienten, die einen Psychotherapeuten aufsuchen, nach einigen "probatorischen Sitzungen" einen Arzt aufsuchen. Er soll aber nur klären, ob die psychischen Störungen auch eine physische Ursache haben könnten, die zusätzlich medizinisch behandelt werden müsste.

• Privatpatienten. Sind Sie privat versichert, hat sich durch das Psychotherapeuten-Gesetz für Sie unmittelbar nichts geändert. Die Regelungen zur Psychotherapie sind vertraglich festgelegt und unterscheiden sich von Gesellschaft zu Gesellschaft.

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