Psychopharmaka Gefahr beim Autofahren

28.02.2008

Bei jedem vierten Verkehrsunfall sind Medikamente im Spiel. Mindestens zehn Prozent der bei Unfällen Verletzten oder Getöteten standen unter dem Einfluss von Psychopharmaka, vor allem Benzodiazepinen wie Valium. Bis zu 20 Prozent aller Medikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Ein Aufsatz in der Zeitschrift „Psychiatrie und Psychotherapie up2date“ beschreibt die Wirkung auf Psychomotorik, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Alltagssicherheit.

Bei einigen Krankheiten, insbesondere bei psychischen Erkrankungen, können aber durch Medikamente auch erst die Voraussetzungen für sicheres Fahren geschaffen werden. So kann die Fahrtüchtigkeit eines mit Antidepressiva erfolgreich behandelten Patienten günstiger eingeschätzt werden als die eines unbehandelten Patienten.

Siehe auch auf test.de, Stichwort Medikamente im Straßenverkehr und www.medikamente-im-test.de

28.02.2008
  • Mehr zum Thema

    Depressionen Welche Pillen wirk­lich helfen

    - Depression lässt sich manchmal nur mit Medikamenten behandeln. Doch nicht jeder Wirk­stoff ist tatsäch­lich geeignet. Sind Antide­pressiva ein Segen oder wirkungs­los und...

    Medikamente bei großer Hitze Von trockenem Mund bis Schwindel

    - Bestimmte Medikamente sind vor allem bei Hitze von Nachteil: Sie schränken das Schwitzen ein oder schwemmen viel Wasser aus – mit riskanten Folgen. Wir klären auf.

    Medikamenten­einnahme Halten Sie sich an die Verordnung?

    - Hand aufs Herz: Nehmen Sie Ihre Medizin regel­mäßig ein? Viele Patienten beteuern, dass sie das tun – ohne dass es stimmt. Das stellte die Welt­gesund­heits­organisation...