Angst­störung, Depression, Kontroll­verlust – die Diagnose Krebs kann schwere psychische Leiden auslösen. Das bestätigt eine Umfrage des Universitäts­klinikums Hamburg-Eppen­dorf unter 4 000 Krebs­kranken. Studien­chefin Anja Mehnert sagt: „Etwa jeder dritte Befragte benötigt psycho­onkologische Hilfe.“ Solche Angebote könnten helfen, soziale Kontakte zu fördern und selbst bei begrenzter Lebens­zeit noch Perspektiven zu entwickeln. Am meisten Unterstüt­zung brauchen Menschen mit Brust- und schwarzem Haut­krebs sowie Tumoren im Kopf- und Hals­bereich. Nicht jeder findet eine passende psycho­logische Betreuung. „Es fehlt immer noch an Versorgungs­strukturen und deren Finanzierungen“, sagte Gert Nettekoven von der Deutschen Krebs­hilfe. Anlauf­stellen finden sich auf der Home­page der Deutschen Krebshilfe.

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