Erste Hilfe

Wie Sie wichtige seelische Notfälle erkennen und gut reagieren.

Bei Suizid­absichten. Die Betroffenen drohen mit Selbst­verletzung, suchen nach Wegen sich zu töten und befassen sich mit Sterben und Tod. Sie ziehen sich von ihren Mitmenschen zurück, haben Schlaf­probleme, sehen keinen Sinn mehr im Leben. Was Sie tun können: Falls Sie denken, jemand hat die Absicht, sich zu töten, zögern Sie nicht! Fragen Sie nach. Bejaht der Mensch, lassen Sie ihn nicht allein. Suizide lassen sich verhindern. Bieten Sie Ihre Hilfe an, seien Sie verständ­nisvoll. Empfehlen Sie professionellen Beistand. Lehnt jemand Profi-Hilfe ab oder hat einen konkreten Suizidplan, lassen Sie sich von einem Krisen­dienst oder einer psychiatrischen Einrichtung beraten. Versucht jemand, den Suizid durch­zuführen, wählen Sie den Notruf.

Bei einer Psychose. Kenn­zeichen ist eine gestörte Wahr­nehmung: Betroffene sehen oder hören Dinge, die nicht da sind. Sie haben Mühe, zwischen der Wirk­lich­keit und diesen Wahr­nehmungen zu unterscheiden. Manche Erscheinungen machen ihnen Angst, etwa wenn sie sich verfolgt fühlen oder Stimmen hören. Was Sie tun können: Sprechen Sie ruhig und freundlich, nehmen Sie die Eindrücke des anderen ernst. Fragen Sie, wie Sie helfen können. Er kann ablehnen: Solange er sich und andere nicht gefährdet, darf er nicht gegen seinen Willen behandelt werden. Fühlen Sie sich über­fordert, kontaktieren Sie den Krisen­dienst.

Im Fall einer Eskalation. Ist jemand aggressiv oder gewalt­tätig, schützen Sie sich und rufen Sie den Sozial­psychiatrischen Dienst oder Notruf. Einige Verhaltens­weisen können die Situation entschärfen, etwa dem Menschen Raum zum Zurück­ziehen zu geben oder einen Spaziergang anzu­bieten, um den Ort zu wechseln. Was Sie tun können: Halten Sie Abstand, meiden Sie starken Blick­kontakt. Sprechen Sie leise.

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