Jeder dritte Erwachsene in Deutschland bekommt im Laufe eines Jahres behandlungsbedürftige psychische Beschwerden. Das zeigt eine vorläufige Zusatzauswertung zur Gesundheitsstudie „Degs“ . Bei der Vorgänger-Untersuchung 1998 lag die Rate etwas niedriger. Aktuell treten besonders oft Angststörungen, Depressionen und Suchtprobleme auf. Frauen leiden etwas häufiger an psychischen Beschwerden. Mit einer Ausnahme: Alkoholprobleme sind vor allem Männersache. Die Forscher planen nun Detailauswertungen, auch zur Therapie. Schon die ersten Zahlen deuten auf ein Versorgungsproblem hin: Nur etwa jeder dritte Betroffene wird ärztlich oder psychotherapeutisch behandelt. Denkbare Gründe: Betroffene scheuen sich, Hilfe zu suchen – oder finden nur schwer einen Ansprechpartner.

Tipp: Hausärzte sind eine gute erste Anlaufstelle. Psychotherapeuten stehen etwa unter www.kbv.de/arztsuche, Beratungsstellen unter www.bzga.de/service/beratungsstellen. Mehr in test 11/2011 ( www.test.de/thema/psychotherapeut).

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