Prozesskostenfonds Juragent kauft eigenen Kontrolleur aus dem Knast frei

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Der Prozessfinanzierer Juragent hat 1 Million Euro hinterlegt, damit der ehemalige Aufsichtsrat Wolfgang Gierk nicht ins Gefängnis muss. Anleger kennen Juragent als Betreiber von Prozesskostenfonds. Diese haben von Anlegern über 70 Millionen Euro eingesammelt. Juragent soll damit aussichtsreiche Prozesse finanzieren. Gewinnt der Kläger, erhalten die Fondsanleger einen Teil vom Erlös.

Bis vor kurzem sollte Gierk für die Fondsanleger sicherstellen, dass die Berliner Juragent mit ihrem Geld sorgsam umgeht.

Anfang 2006 hat das Amtsgericht Zwickau gegen Gierk Haftbefehl erlassen. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, Geld einer Baufirma veruntreut zu haben.

Seit November 2006 lässt Gierk sein Amt als Juragent-Kontrolleur ruhen. Auch aus dem Aufsichtsrat ist er ausgeschieden.

Vermögen der Juragent oder ihrer Fonds sei durch die Sicherheit für Gierk „nicht belastet“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Schwintowski, Jura-Professor an der Berliner Humboldt-Universität. Gierk habe der Juragent selbst eine Sicherheit gestellt.

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