Wer einen Prozess verliert, muss auch den gegnerischen Anwalt zahlen. Reist dieser zum Prozess an, weil er nicht am Gerichtsort wohnt, sind nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf auch dessen Reisekosten zu zahlen (Az. 10 W 96/01). Bisher stellte sich die Frage der Reisekosten nur selten, da Anwälte bislang nur dann vor Gerichten auftreten durften, wenn sie dort auch zugelassen waren. Im Gerichtsbezirk hatten die meisten Anwälte dann auch ihr Büro.

Seit dem 1. Januar 2001 können an einem Amts- oder Landgericht zugelassene Anwälte aber auch in fremden Revieren wildern. Ein beim Landgericht Rostock zugelassener Anwalt kann so seinen Mandanten auch vor dem Landgericht München vertreten.

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